Nein, so richtig überzeugend war der Auftakt nicht, auch wenn die Ausbeute mit drei Punkten stimmte und die Zebras direkt dahin hievte, wo sie hin wollen:

MSV: „Ivo“ Grlic: „Müssen Rhythmus finden“

tt
18. August 2006, 11:23 Uhr

Nein, so richtig überzeugend war der Auftakt nicht, auch wenn die Ausbeute mit drei Punkten stimmte und die Zebras direkt dahin hievte, wo sie hin wollen:

Nein, so richtig überzeugend war der Auftakt nicht, auch wenn die Ausbeute mit drei Punkten stimmte und die Zebras direkt dahin hievte, wo sie hin wollen: Nach oben. Tobias Willi bringt die Stimmung nach dem Sieg gegen Koblenz mit einem Satz auf den Punkt: „Wir müssen auch mit wenig zufrieden sein.“

Doch nicht nur der MSV startete holprig und nicht spielerisch überragend in die neue Spielzeit. Das weiß auch Bommer: „Unsere Konkurrenten hatten ebenfalls Anlaufschwierigkeiten, da hat bis jetzt noch keine Mannschaft überzeugt. Aber wir haben drei Punkte auf dem Konto. Das zählt.“ Aber es gibt noch einiges zu verbessern: „In den eigenen Reihen haben wir noch kleine Probleme. Die werden wir aber schnellstens bis zum nächsten Match abstellen.“ Zudem war es auch kein Spiel für die Zuschauer. „Dass es für die Fans kein Spektakel wird, war auch klar. In der zweiten Liga ist das eben so, da müssen wir das Spiel machen“, bilanziert Youssef Mokhtari, der Torschütze zum 1:0. Das sieht auch Ivica Grlic, gestern Nacht mit Bosnien-Herzegowina im Länderspiel-Einsatz, so: „In dieser Saison hast du halt nur Teams, welche die Räume eng machen, da kommst du nicht durch.“

Doch die „Zebras“ haben sich das Leben auch selbst schwer gemacht. Trotz der Führung hat die Mannschaft nicht mehr konsequent nach vorne gespielt, teilweise zu defensiv agiert und alle Offensivbemühungen frühzeitig abgebrochen. „Dabei hatte wir uns in der Halbzeit vorgenommen, über die Außen zu agieren, um das Spiel breit zu machen. Das ist uns leider nicht gelungen. Da hat die Mannschaft schlecht gespielt und ist im Kleinklein erstickt. Mit einer Ausnahme, nämlich beim 2:1 von Stefan Blank“, erklärt der Duisburger Linienchef.

Neuzugang Christian Weber war dafür auf der rechten Außenbahn nur ein Beispiel. Bommer nennt die Gründe: „Die Spieler hatten einfach Angst, zu versagen. Im ersten Spiel möchte man immer sofort alles richtig machen, da denkt man zu viel nach und verkrampft dann.“

Jetzt heißt es, nach vorne schauen und das Positive mit nach Unterhaching zu nehmen. „Trotz alledem hat sich die Geschlossenheit der Mannschaft gezeigt, wir sind nach dem Ausgleich zurückgekommen und haben Stärke bewiesen“, zeigt „Mokhi“ die guten Aspekte auf, fügt aber an: „Sicherlich muss sich das alles finden, die Mannschaft muss zusammen wachsen. Doch das kann nur mit der Spielpraxis kommen.“ Die nächste Gelegenheit dazu haben die „Zebras“ am Sonntag, ein Schritt weiter auf dem schweren Weg zurück ins Bundesliga-Oberhaus. „Ivo“ Grlic fordert daher: „Wir müssen einfach unseren Rhythmus finden.“ Und geduldig weiterarbeiten.

Autor: tt

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