Vier Klubs, ein gemeinsames Ziel: Vor dem Start der zweiten Fußball-Bundesliga am Freitag denken die Aufsteiger FC Augsburg, TuS Koblenz, Rot-Weiß Essen und Carl Zeiss Jena kurzfristig nur an den Klassenerhalt, um sich langfristig im Profibereich zu etablieren.

2. LIGA: Für Essen, Augsburg, Jena und Koblenz zählt nur der Klassenerhalt

10. August 2006, 12:09 Uhr

Vier Klubs, ein gemeinsames Ziel: Vor dem Start der zweiten Fußball-Bundesliga am Freitag denken die Aufsteiger FC Augsburg, TuS Koblenz, Rot-Weiß Essen und Carl Zeiss Jena kurzfristig nur an den Klassenerhalt, um sich langfristig im Profibereich zu etablieren.

Vier Klubs, ein gemeinsames Ziel: Vor dem Start der zweiten Fußball-Bundesliga am Freitag denken die Aufsteiger FC Augsburg, TuS Koblenz, Rot-Weiß Essen und Carl Zeiss Jena kurzfristig nur an den Klassenerhalt, um sich langfristig im Profibereich zu etablieren. Die besten Chancen werden dabei dem Traditionsklub aus Essen eingeräumt, der sich durch den fünften Aufstieg zum Rekordhalter in dieser Kategorie gemacht hat.

Der Kader des deutschen Meisters von 1955 ist zwar im Schnitt der älteste der zweiten Liga (28,0 Jahre), bringt aber gleichzeitig die geballte Erfahrung von mehr als 500 Erst- und 800 Zweitliga-Einsätzen mit. RWE-Präsident Rolf Hempelmann setzt seine Truppe deshalb auch gewaltig unter Druck. `Wir haben aus unseren Fehlern vor zwei Jahren gelernt. Einen weiteren Abstieg darf und wird es nicht geben´, sagte der Bundestagsabgeordnete, der für den Fall des Klassenerhalts den schon lange geplanten Stadion-Neubau angehen will. Wenn es nach Sportchef Olaf Janßen geht, steht dem Spatenstich nichts im Wege. `Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben´, meinte der frühere Bundesligaprofi, der Thomas Kläsener (Schalke 04), Martin Hysky (Energie Cottbus) und Dimitrios Grammozis (1. FC Köln) als Neuzugänge an die Hafenstraße gelockt hat. Während die Fans in Essen nur ein Jahr auf Profifußball verzichten mussten, dauerte die Abstinenz der Augsburger 23 Jahre.

Damit das Gastspiel des FC in der zweiten Liga nicht nur eine Saison dauert, hat der Meister der Regionalliga Süd 350.000 Euro in neue Spieler investiert. Die prominentesten Neuzugänge sind Ingo Hertzsch und Timo Wenzel vom Bundesliga-Absteiger sowie Mamadou Diabang vom Aufsteiger VFL Bochum. `Damit sind wir gut gerüstet´, erklärte der neue Manager Andreas Rettig, der im vorigen Jahr noch beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln tätig war. Wie in Essen sollen auch in Augsburg bei einem Klassenverbleib die Träume von einer neuen Arena realisiert werden. Zwar ist auch Jena wie Essen und Augsburg kein Unbekannter in der zweiten Liga, doch acht Jahre nach dem Abstieg steht dem Klub, der den Durchmarsch aus der Oberliga schaffte, eine harte Saison bevor.

Neben dem sportlichen Überlebenskampf im `Unterhaus´ muss sich der dreimalige DDR-Meister noch mit Kinowelt-Chef Michael Kölmel auseinandersetzen, der finanzielle Forderungen in Höhe von 5, 5 Millionen Euro an den Klub stellt. Im Gegensatz zu Essen, Augsburg und Jena hat Koblenz noch keine Profiluft geschnuppert. Eine gewisse Naivität war dann auch bei der Verpflichtung von Dragoslav Stepanovic als Manager zu spüren, der bereits nach zwei Monaten wieder seinen Hut nehmen musste. Immerhin ist sich Trainer Milan Sasic der Schwere der Aufgabe bewusst: `Auf uns wartet die härteste zweite Liga seit 15 Jahren.´

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