Viel Niederschläge, kaum Fußball. Aber bei Phoenix Hagen, so hört man, gebe es direkt vor der Halle einen brauchbaren Bratwurststand. Also: Ab zum Basketball.

Bier und Bratwurst-Test

Folge 19: Sieben Sorten Bier, aber...

Maik Thesing
16. Januar 2011, 08:16 Uhr

Viel Niederschläge, kaum Fußball. Aber bei Phoenix Hagen, so hört man, gebe es direkt vor der Halle einen brauchbaren Bratwurststand. Also: Ab zum Basketball.

Bier:

Geschmack [bier]4[/bier]
Das Bier ist OK - hopfig, malzig, passt! Nur verdirbt es einen den Geschmack, wenn 0,33 Liter in einen Becher umgefüllt werden, dessen Eichstrich 0,4 anzeigt. Wenn es zu Beginn nicht voll ist, fehlt irgendwas. Stichwort Becher: So ganz ohne Aufdruck - kein Wappen, kein Spieler - ist etwas, das bei Sammlern nicht gut ankommt. Her mit dem Pfand.

Schaum [bier]1[/bier]
Der Einschenker beherrscht die Technik des Schrägeinfüllens etwas zu gut. Schon auf dem kurzen Weg zum Stehplatzbereich Heuboden kann ich von oben durch Bier und Becherboden meine Füße entdecken. Naja, zumindest die Fußspitze, denn es war ja Weihnachten.

Temperatur [bier]5[/bier]
"Da kannze getz abba nix sagen", erklärt mein Platznachbar, der offensichtlich mitbekommen hatte, dass ich nach jedem Schluck Notizen mache. Keine weiteren Fragen, Euer Ehren. Können wir so stehen lassen.

Preis-Leistungs-Verhältnis [bier]3[/bier]
Wisst ihr noch, wie's früher war? Da gab es Pils, Alt, Weizen und gut is'. Und heute, in der Post-Alcopops-Ära der Mischgetränke, fährt man bei Phoenix auf, was die Iserlohner Brauerei ausspuckt: Free Lemon, Extra-Gold, Grapefruit, Dunkel, Hefetrüb und hassenichgesehn. Ich zähle sieben verschiedene Sorten, die zum Preis von 2 Euro für die 0,33-l-Einheit ausgeschenkt werden. Insofern man es schafft, aus dem Überangebot irgendwann eine Auswahl zu treffen.

Bratwurst:

Konsistenz [bratwurst]3[/bratwurst]
Grobkörniger Zuschnitt, aber deshalb nicht unbedingt fettig. Auffällig: Ein Ende dünn, aber das dicke Ende kam zum Schluss. Ein Indiz für die Verwendung von Naturdarm? Keine Ahnung. Und wenn schon: Hauptsache dioxinfrei.

Aussehen [bratwurst]4[/bratwurst]
"Da hast Du Deine Streifenwurst", sagt die Grilleuse und weist somit darauf hin, dass der Grill seine schwarzen Spuren auf der Pelle hinterlassen hat. Weil auch die Zwischenräume ein erfrischendes Hellbraun aufweisen, ergibt sich eine Wurst, die optisch nahe an der Perfektion liegt.

Temperatur [bratwurst]5[/bratwurst]
Genau richtig! Mann kann sofort losessen. Und auch bei drei Grad Außentemperatur hauen die Zähne beim letzten Biss nicht in ein ausgekültes Grillgut.

Extras [bratwurst]5[/bratwurst]
Prima Service: Um die Senf- und Ketchup Platzierung muss man sich nicht selber kümmern, denn danach wird man direkt gefragt. Currywurst-Freunde können dafür eingenhändig mit dem Pulverdose nachjustieren. Schön!

Geschmack [bratwurst]3[/bratwurst]
Irgendeine sehr prägnante Besonderheit hat die Wurst des lokalen "Wurst- und Käsespezialisten" Obermeit. Nicht unbedingt unlecker, wenn auch im Nachgeschmack leicht säuerlich. Würde ich mich nicht nur von Fast Food ernähren hätte ich das Gewürz bestimmt definieren können. Aber Mutti lehnte meinen Vorschlag, zu Vergleichszwecken jedes Töpfchen ihres zugestaubten Gewürzkastens zu plündern, ab. So bleibt es ein Geheimnis.

Preis-Leistungs-Verhältnis [bratwurst]3[/bratwurst]
2,50 Euro, Brötchen inklusive, doch man hat auch schon längere Exemplare gesehen. Aber: Der Andrang ist riesig und die Würste gehen im Sekundentakt über die Theke. Und die Schwarmintelligenz irrt ja bekanntlich selten.

Autor: Maik Thesing

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