Offenbar schreit Necat Ayguen bei der Vergabe des Pechvogel-Titels als Erster

MSV: Komplikationen beim operierten Necat Ayguen

tt
04. August 2006, 10:09 Uhr

Offenbar schreit Necat Ayguen bei der Vergabe des Pechvogel-Titels als Erster "hier".

Offenbar schreit Necat Ayguen bei der Vergabe des Pechvogel-Titels als Erster "hier". Nach seinen zahlreichen Rückschlägen, die er nach dem Winter-Wechsel von Unterhaching zum MSV zu verpacken hatte, erwischte es den Manndecker in der Sommer-Vorbereitung erneut.

Das Trainingslager in Kühlungsborn absolvierte der 26-Jährige noch, schien insgesamt auf einem vielversprechenden Weg, bevor er bei Sprints immer wieder Schmerzen im Leisten-Bereich spürte. Konsequenz: Erneuter Operations-Termin, um die unsägliche Geschichte endlich in den Griff zu bekommen.
"Ich bin in München-Bogenhausen an der Leiste operiert worden", berichtet der ehemalige Istanbuler, "mir ist außerdem der Blinddarm entfernt worden. Er war mit dem Dünndarm verwachsen, das haben die Ärzte gleich mitgemacht."
Eigentlich hätte Ayguen nach dem Eingriff vom vergangenen Donnerstag längst entlassen werden sollen, aber die Blutwerte machten einen Strich durch die Heimreise-Rechnung: "Sie waren nicht so, wie sie eigentlich sein sollten. Deswegen bin ich sicherheitshalber noch zwei Tage im Krankenhaus geblieben und höre auf die Ärzte. Ich möchte auf keinen Fall den zweiten Schritt vor dem ersten machen und ein unnötiges Risiko eingehen."

Trotzdem wird der 1,90 Meter-Mann langsam ungeduldig: "Ehrlich gesagt habe ich die Schnauze voll vom Krankenhaus." Die Frage, ob er beim Arena-Tag am Samstag vor Ort ist, um Fan-Emotionen aufzusaugen, konnte der Defensiv-Mann gestern Nachmittag noch nicht beantworten.

Dafür hat er sich einen anderen Termin schon im Gedächtnis vorgemerkt: "Ich hoffe, dass ich am 20. August beim Auswärtsspiel in Unterhaching wieder im Kader stehe. Das ist mein Ziel, dann wieder dabei zu sein." Die zwischenzeitliche Version von einer sechswöchigen Ausfallzeit löst beim Mann mit der Nummer "5" verständlicherweise keine Jubelstürme aus. Ayguen will den Ausfall-Fluch verscheuchen.

Die Tatsache, dass es für ihn bei den Zebras bisher gesundheitlich eher holprig lief, wertet er allerdings nicht als schlimmes Omen: "Ich denke nicht, dass Duisburg für mich unter einem schlechten Stern steht. Eigentlich denke ich, dass es nach so einem negativen Jahr nur bergauf gehen kann."

Dadurch, dass er in der Endphase der Vorbereitung keine Leistungs-Nachweise liefern kann, findet die "Verlosung" der Start-Tickets für den Koblenz-Auftakt ohne den Verteidiger statt. Ayguen: "Trotzdem sehe ich meine Chance. Ich tue alles, damit ich 100 Prozent fit werde. Andernfalls kann ich der Truppe nicht helfen. Mir merkt man es sofort an, wenn etwas nicht in Ordnung ist, ich kann so etwas nicht kaschieren, sondern muss voll da sein."

Trainer Rudi Bommer telefonierte bereits mit seinem Abwehr-Spezi und versuchte, ihn zu beruhigen. "Er hat mir Mut zugesprochen und geraten, mich nicht verrückt zu machen. Ich weiß, dass meine Zeit beim MSV noch kommen wird."

Autor: tt

Kommentieren