Kai Michalke hat von Deutschland schon einiges gesehen. Der Offensivmann spielte in Bochum, Nürnberg und Berlin, war bei Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg. In ein paar Tagen hakt er das beschauliche Göttingen im südlichen Niedersachsen auf seiner Landkarte ab.

Kai Michalke froh in Almelo

01. August 2006, 11:15 Uhr

Kai Michalke hat von Deutschland schon einiges gesehen. Der Offensivmann spielte in Bochum, Nürnberg und Berlin, war bei Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg. In ein paar Tagen hakt er das beschauliche Göttingen im südlichen Niedersachsen auf seiner Landkarte ab.

Kai Michalke hat von Deutschland schon einiges gesehen. Der Offensivmann spielte in Bochum, Nürnberg und Berlin, war bei Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg. In ein paar Tagen hakt er das beschauliche Göttingen im südlichen Niedersachsen auf seiner Landkarte ab.
Dort trainiert Michalke mit seinem neuen Verein Heracles Almelo, dem holländischen Ehrendivisionär. "Wir testen dort gegen Eintracht Braunschweig. Unsere Saison fängt erst am 20. August an, wir haben also noch etwas mehr Vorbereitungs-Zeit, als die deutschen Profi-Vereine", erklärt der 30-Jährige.
Für zwei Jahre hat Kai Michalke bei den Schwarz-Weißen unterschrieben. Im Kader stehen mit Rob Maas und Martin Pieckenhagen zwei ehemalige Zebras, die Integration klappt gut. "Ich bin hier super aufgenommen worden und fühle mich bei Heracles nicht fremd. Rob Maas ist hier der Chef. In der Mannschaft herrscht ein ganz anderer Zusammenhalt, als es im letzten Jahr in Duisburg der Fall war." Auch vom Training her kann sich "KM" mit dem Wechsel durchaus anfreunden: "Es wird sehr viel mit dem Ball gearbeitet, das ist schon ein Unterschied zu Deutschland." Was die sportlichen Ambitionen angeht, muss sich der ehemalige Bochumer im Vergleich zum Vorjahr nicht umstellen: "Almelo ist eine Mannschaft, die im unteren Tabellen-Drittel spielen wird. Wir beginnen die Saison mit dem Derby gegen Twente Enschede, danach geht es zu Feyenoord Rotterdam. Da sind schon ein paar schöne Partien dabei." Von seinem Wohnort Aachen muss er momentan 250 Kilometer abspulen - dem soll Abhilfe geschaffen werden. "Wir werden näher an Almelo heranziehen, allerdings in Deutschland grenznah wohnen bleiben", kündigt er an.
Während Michalke seinen Claim abgesteckt hat, fahndet Markus Anfang, der ebenfalls in den MSV-Planungen trotz gültigen Vertrags keine Rolle mehr spielt, nach einem neuen Verein. "Bei mir haben sich zwei Möglichkeiten, ins Ausland zu wechseln, zerschlagen, weil ich nicht am Mannschafts-Training teilnehmen durfte", berichtet der Mittelfeld-Mann. Eine Hintertür-Option in Duisburg spielte in Anfangs Gedanken in den letzten Wochen überhaupt keine Rolle - seine Begründung: "Ich bin weder auf dem Mannschafts-Foto, noch habe ich eine Rücken-Nummer oder neue Autogrammkarten. Da muss ich mir auch keine Illusionen machen." Anfang hat jetzt ein neues Eisen im Feuer. Stand gestern Abend, 19 Uhr: "Es gibt eine positive Tendenz, aber noch keine Unterschrift."

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