Die Serie A wird den unseriösen Ruf einfach nicht los. Nun stehen die italienischen Traditionsklubs AS Rom und SSC Neapel unter Verdacht, die Lizenz mit gefälschten Sicherheiten bekommen zu wollen.

AS Rom und SSC Neapel unter Betrugsverdacht

ac
05. August 2003, 15:13 Uhr

Die Serie A wird den unseriösen Ruf einfach nicht los. Nun stehen die italienischen Traditionsklubs AS Rom und SSC Neapel unter Verdacht, die Lizenz mit gefälschten Sicherheiten bekommen zu wollen.

Den beiden italienischen Traditionsklubs AS Rom und SSC Neapel stehen weitere Probleme ins Haus. Die beiden Klubs, die schon aufgrund ihrer finanziellen Situation um die Lizenz für die kommende Serie A Saison bangen müssen, werden des mutmaßlichen Betrugs beschuldigt. Der italienische Fußballverband hat eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet. Beide Vereine sollen demnach gefälschte Dokumente für eine Bürgschaft eingereicht haben.

Dubiöse Geschäfte mit der Finanzgesellschaft SBC

Die Finanzgesellschaft SBC soll in den vergangenen Wochen vier italienischen Klubs - neben Rom und Neapel den Drittligisten Spal und Cosenza - Sicherheiten im Wert von 30 Millionen Euro gewährt haben, obwohl sie über diese Summe nicht verfügt, berichteten italienische Medien.

Gegen die Roma, die seit 2000 börsennotiert ist, ermittelt auch die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob. Der Fall wird in den nächsten Tagen von Franco Carraro, Präsident des Fußballverbandes, überprüft. Der Chef von AS Rom, Franco Sensi, erklärte, er sei Opfer eines Betrugs von Seiten des SBC-Chefs Franco Jommi. "Wir werden Jommi anzeigen", betonte Sensi.

AS Rom: 54 Millionen Euro fehlen

Die Profiliga hatte Rom die Zulassung verweigert, weil dem Meister von 2001 rund 54 Millionen Euro an Sicherheiten fehlen, während SSC Neapel noch 13 Millionen Euro aufbringen muss. Während Liga-Chef Adriano Galliano glaubt, dass Neapel seine Probleme lösen wird, erscheint die Situation beim AS Rom schwieriger. 51 aktuellen und ehemaligen Spielern schuldet der Klub noch Gehälter.

Autor: ac

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