Keeper Jens Lehmann hat nach seinem Wechsel zu Arsenal London leise Kritik in Richtung seines Nachfolgers Roman Weidenfeller geübt.

Lehmann verteilt Ratschläge an Weidenfeller

31. Juli 2003, 17:18 Uhr

Keeper Jens Lehmann hat nach seinem Wechsel zu Arsenal London leise Kritik in Richtung seines Nachfolgers Roman Weidenfeller geübt. "Ich hätte an seiner Stelle nicht so die Konfrontation gesucht", sagte Lehmann.

Nationaltorwart Jens Lehmann hat sich nach seinem Weggang von Borussia Dortmund in Richtung Arsenal London kritisch über seinen Nachfolger Roman Weidenfeller geäußert. In einem Gespräch mit der Berliner Tageszeitung die Welt meinte Lehmann: "Ich denke nur, dass ich an seiner Stelle nicht so die Konfrontation gesucht, sondern versucht hätte, noch ein bisschen zu lernen." Die neue Nummer eins des BVB war nach seinen Patzern im Liga-Pokal-Finale gegen den Hamburger SV (2:4) arg in die Kritik geraten.

Zur Zukunft der Borussia meinte Lehmann: "Es wird erstmal schwer. Bei einem guten Start wäre einiges drin. Wegen der ganzen Verunsicherung, die zuletzt aufgekommen ist, ist das zwar schwer, aber trotzdem machbar."

"Ich habe immer mit Anstand verloren"

Für seinen Wechsel nach London gab der Keeper sowohl sportliche als auch private Gründe an: "Ich glaube, dass Arsenal die Möglichkeit hat, national wie international Titel zu gewinnen. Ich kann bis zur WM 2006 auf hohem Niveau spielen. Zudem ist es ein großer Vorteil, dass ich mit meiner Familie dahin gehen kann und die Kinder so mit der englischen Sprache aufwachsen."

Wenig Verständnis zeigte Lehmann für die Kritik von Torwart-Idol Bernd Trautmann. Der frühere Keeper von Manchester City hatte dem neuen Arsenal-Schlussmann vorgeworfen, nicht mit Anstand verlieren zu können. Das jedoch sei auf der Insel unverzichtbar. "Es gab bei mir andere Sachen während des Spiels, die nicht so korrekt waren. Das streite ich gar nicht ab. Aber ich habe immer mit Anstand verloren", entgegnete Lehmann.

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