Angekommen! Das kann Daniel Masuch von sich behaupten. Auf seine

RWE: Keeper Daniel Masuch überzeugter Team-Player

og
03. Juli 2006, 11:22 Uhr

Angekommen! Das kann Daniel Masuch von sich behaupten. Auf seine "alten Tage", der ehemalige Osterfelder hat bald 29 Jahre auf dem Buckel, klappt endlich der Sprung in den Profibereich.

Angekommen! Das kann Daniel Masuch von sich behaupten. Auf seine "alten Tage", der ehemalige Osterfelder hat bald 29 Jahre auf dem Buckel, klappt endlich der Sprung in den Profibereich. "Schon spät, das stimmt wohl", grinst der Keeper über beide Backen.
Letztendlich bewies der Blondschopf in der letzten Saison als Torhüter des Regionalliga-Absteigers Oberhausen, dass er höherklassig bestehen kann, eine Qualität, die ihm allerdings schon lange nachgesagt wurde. Der Abgang der Kleeblätter - eine Durchreiche - lag sicherlich nicht an ihm. "Ich bin froh, dass ich den Wechsel vollzogen habe", grübelt Masuch, den RWO natürlich unbedingt halten wollte.

Die Eindrücke an der Hafenstraße bestätigen ihn voll und ganz: "Noch arbeiten wir uns relativ locker ins Programm, aber das wird jetzt angezogen. Gut, dass der Spaß nicht zu kurz kommt." In der Tat, bei einer Einheit unter der Woche sah man einmal einen Alex Löbe schallend lachend beim Stretching zusammenbrechen, so dass etliche Kollegen auch nicht mehr vernünftig weiter machen konnten. Auch Coach Uwe Neuhaus machte bei einer Kopfballeinheit seine Witzchen auf Kosten von Stijn Haeldermans, der aus dem Grinsen nicht mehr heraus kam. Masuch: "Stark, super Stimmung. Für mich ist so was wichtig, das ist immer ein Zeichen für ein prima Mannschaftsklima, diese Truppe hat gute Strukturen, ist gefestigt."

Es gibt zum Beispiel den Aufstiegstorhüter André Maczkowiak, der Anspruch auf den Platz im Kasten nachvollziehbar reklamiert. "Logisch, das muss er tun, das ist auch richtig. Aber wir anderen Kandidaten wollen das natürlich auch. Warten wir doch einmal ab, wie das ausgeht. Es liegt jetzt an uns", grübelt Masuch, "es dem Coach bei seiner Entscheidung so schwer wie möglich zu machen." Neuhaus wird den Druck locker aushalten. Letztendlich soll es um das Trio Maczkowiak, Masuch und Karim Zaza gehen, Dirk Langerbein "spielt in unseren Planungen keine Rolle", wie Olaf Janßen, Sportlicher Leiter, betont.
Masuch: "Ist doch normal, dass keiner von uns Torhütern unbedingt heiß auf Spielpraxis in der Verbandsliga ist. Auch ein Karim, der aus Dänemark verpflichtet wurde, will sich bestimmt nicht auf die Bank setzen." Wie gesagt, eine schicke Konstellation. Masuch: "Wohl richtig, wir müssen alle Gas geben. Ich glaube, die Unterschiede sind nicht groß. Der Beste wird spielen." Und wer das ist, legt Neuhaus fest.

Aktuell sucht Masuch eine Wohnung in Duisburg, seine Freundin wohnt mit ihrer Tochter in Düsseldorf. Parallel läuft noch Masuchs Sportstudium, bei dem er den Schwerpunkt Ökonomie und Management verfolgt. "Präsenzzeit habe ich an der Uni in Köln nicht mehr, ich will mich bemühen, die Sache in den nächsten zwei Jahren auf jeden Fall abzuschließen."
Nicht einfach, Masuch ist erklärter Team-Player, schließt sich ungern von Aktivitäten der Truppe aus, die neben dem Sport ablaufen. "Mensch, wenn im Trainingslager acht Jungs irgendwo sitzen, dann bin ich bestimmt nicht der, der sich mit seinen Lehrbüchern auf das Zimmer zurück zieht." Bis 2008 hat Masuch Zeit, sich bei RWE durchzusetzen. "Ich nehme das superernst, Halligalli ist für mich kein Thema. Es hat schließlich lange genug gedauert, bis ich den Sprung nach oben realisiert habe."

Einen Holger Wehlage und einen Dirk Langerbein lernte er vorab flüchtig und zufällig kennen, wie es bei RWE abgeht, darüber konnte sich der 1,90 Meter-Mann während der Sommerpause bereits ausführlicher mit Serkan Calik, Baris Oezbek und Moritz Stoppelkamp austauschen. "Wir haben uns auf Mallorca getroffen", schmunzelt der ehemalige Hamborner, der bis zum 18. Lebensjahr als Duisburger Stadtmeister im Doppel auch erfolgreich den Tennisschläger schwang. "Aber dann musste ich mich entscheiden. Der Fußball war für mich attraktiver, beim Tennis ist man zu sehr Individualist. Wenn man damals ins Clubhaus kam, wurde man kaum gegrüßt, beim Fußball ist das anders, da gibt es sofort ein großes Hallo." Wie gesagt, der Team-Faktor, der für den Rechtsfuß so bedeutungsvoll ist.

Autor: og

Kommentieren