Schalke ist nicht Wolfsburg und Belek nicht Side. Wenn ich lese, was der Bochumer Kollege Pohl im Städtchen nebenan erlebt, dann ist das hier ein Sanatorium.

S04: Tagebuch, Tag 2

Russendisko und kein großes Hallo für Felix

06. Januar 2011, 20:22 Uhr

Schalke ist nicht Wolfsburg und Belek nicht Side. Wenn ich lese, was der Bochumer Kollege Pohl im Städtchen nebenan erlebt, dann ist das hier ein Sanatorium.

Nein, einen "Zombiekeller" gibt es in meinem Hotel nicht. Dafür aber eine "Russendisko" in der Herberge der Kollegen. "ck" war Mittwochabend ganz aufgeregt, wir sollten unbedingt rüberkommen. Natürlich war es nicht Wladimir Kaminer, der bekannte Autor mit der Wahlheimat Berlin, der im "Papillon" auflegte. Und von dem angekündigten Bodenpersonal war natürlich auch nichts zu sehen.

Ein Mittwochabend in einem Urlaubsbunker sieht hier im Winter eher so aus: Zwei Kellner putzen gelangweilt ein paar Cocktailgläser, in dem 1000000000000000 m² großen Raum verlieren sich fünf Gäste, es tanzt keiner. Was bleibt, ist ein weiteres Efes an der Bar, welch traurige Veranstaltung.

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Heute begann der zweite Tag im Schalker Camp mit einem Besuch beim morgendlichen Training, na klar! Nachdem im Januar 2008 eine gute Hundertschaft die Mannschaft auf ihrem Weg an die türkische Riviera begleitet hatten, sind die Fans diesmal fast handverlesen. Nur gut zwei Dutzend Anhänger verbringen ihren Urlaub mit Manuel Neuer und Co., der Reiz, nahe dabei zu sein, ist wohl etwas verflogen, außerdem drückt die kostspielige Champions-League-Saison auf den Geldbeutel.

Wiedersehen mit Mike Büskens und Oliver Reck

Die wenigen Schalker, die vor Ort sind, freuen sich auf ein Wiedersehen mit einem, den sie als ihresgleichen sehen: Mike Büskens, inzwischen Trainer bei der Spielvereinigung Fürth, ist wie der MSV Duisburg im gleichen Hotel wie Schalke. "Buyo" und Oliver Reck, seit dieser Saison Torwarttrainer bei den "Zebras", haben übrigens auf ein großes Hallo beim Wiedersehen mit Felix Magath, der bei seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren keine Verwendung für die vorherigen Assistenten hatte, verzichtet.

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Mittags lädt Magath zur Gesprächsrunde, das Thema ist natürlich Jefferson Farfan. Der angeblich wechselwillige Peruaner sei auf ihn noch nicht zugekommen, bis dahin nimmt er die Gerüchte über einen möglichen Weggang des Stürmers nicht ernst. Er mag recht haben, dass Farfan nach einer starken Hinrunde und mit überschaubarer Vertragslaufzeit seinen Marktwert ausreizen möchte, da machen sich Aussagen, er haben Angebote von anderen Vereinen natürlich ganz gut. Nach jetzigem Stand der Dinge wird "Jeff" auch in der Rückrunde für Schalke spielen, es sei denn, es kommt tatsächlich ein Verein um die Ecke und legt über 20 Millionen Euro für ihn hin.

Bis es so weit ist, werden sicher noch ein paar Einträge ins Tagebuch folgen.

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