Alles richtig gemacht? Wenn man André Maczkowiak genau diese Frage stellt, sieht man sofort ein bestätigendes Nicken.

RWE: Maczkowiak: "Lasse mich nicht verdrängen"

og
28. Juni 2006, 19:55 Uhr

Alles richtig gemacht? Wenn man André Maczkowiak genau diese Frage stellt, sieht man sofort ein bestätigendes Nicken. "Auf jeden Fall, der Wechsel zu RW Essen war komplett korrekt." In der Tat, der jetzt 23-Jährige kam von der U23 des 1.FC Köln, in der Domstadt durfte er in den Profibereich nicht mehr als hineinschnuppern, an der Hafenstraße wurde er als Nummer zwei verpflichtet, gewann allerdings das Duell mit Dirk Langerbein.

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Alles richtig gemacht? Wenn man André Maczkowiak genau diese Frage stellt, sieht man sofort ein bestätigendes Nicken. "Auf jeden Fall, der Wechsel zu RW Essen war komplett korrekt." In der Tat, der jetzt 23-Jährige kam von der U23 des 1.FC Köln, in der Domstadt durfte er in den Profibereich nicht mehr als hineinschnuppern, an der Hafenstraße wurde er als Nummer zwei verpflichtet, gewann allerdings das Duell mit Dirk Langerbein. "Ich kann mich als Aufstiegstorwart bezeichnen, da müssen die anderen Jungs jetzt erst einmal vorbei", will sich Maczkowiak nach 27 Einsätzen während der Erfolgs-Spielzeit (2430 Minuten) nicht verstecken.
Die "anderen" sind die beiden Neuverpflichtungen Daniel Masuch (RW Oberhausen - Maczkowiak: "Zeigte starke Saison") und der zweifache marokkanische Nationalkeeper Karim Zaza (Bröndby Kopenhagen) sowie natürlich Langerbein, der seinen 2007-Kontrakt nachvollziehbar erfüllen will, auch wenn ihm der Verein den Reisepass offiziell und wiederholt stempelte. "Mir wurde von vornherein gesagt, dass wir mit drei starken Keepern in die Spielzeit gehen", erklärt Maczkowiak, "jetzt sind wir vier." In der abgelaufenen Saison waren beide Torhüter angeschlagen, so dass der Club die Konsequenzen zog und von Beginn der Planungen an ein Trio avisierte, das aktuell noch ein Quartett ist. "Ich habe mit Coach Uwe Neuhaus auch schon ein Gespräch gehabt", formuliert der gelernte Bürokaufmann, "er sagte, dass alle die gleichen Chancen haben." Was soll der Trainer auch anderes sagen? "Alle" - bis auf Langerbein. Maczkowiak kämpferisch: "Ich habe mir im letzten Jahr genug Selbstbewusstsein aufgebaut, zu sagen, dass ich mich durchsetzen werde."
Durch seine starken Darbietungen, die mit dem Aufstieg belohnt wurden, präsentiert sich "der Lange" natürlich auch auf dem Markt, "Anfragen kamen jedoch nicht." Der 1,90 Meter-Mann ist bis 2007 gebunden. Es ist schon interessant, dass stellenweise von Schlüsselspielern die Rede war - wie bei Stijn Haeldermans oder Stefan Lorenz -, mit denen, wie auch mit einem Ferhat Kiskanc (2009), der eher der Pendler zwischen Bank und Platz war, verlängert wurde, nicht jedoch vorzeitig mit Maczkowiak. Alles nur Randaspekte, Maczkowiak bleibt dabei: "Ich lasse mich nicht verdrängen."
In der Sommerpause war der Ex-Domstädter zusammen mit seiner Freundin im übrigen mit Stefan Lorenz und dessen frisch angetrauter besseren Hälfte in der Dominikanischen Republik. "Ich habe ihn vorher gefragt", grinst Maczkowiak, "ob er diese Fahrt nicht besser zu zweit machen wolle, das sei doch seine Hochzeitsreise. Aber er hat gesagt, nein, sie seien vorab schon zu diesem Zweck auf den Malediven gewesen. Sonst hätte ich ihm gesagt: Junge, da fahrt ihr besser alleine hin."
Am vergangenen Sonntag versammelte RWE seine gesamte Aufstiegstruppe bei der Jahreshauptversammlung im CinemaXX. "Vorher frühstückten wir noch gemeinsam", gibt der Ex-Mohnheimer einen Einblick, "ich denke, auch die Neuzugänge waren schon mit dabei." Die Torhüterkonkurrenz wird er kaum loben, das wäre zu viel verlangt, vom Portugiesen Paulo Sergio Rodrigues hat er eine gute Meinung. "Das ist ein prima Junge, er hat überzeugende Sachen im Training gezeigt, eine Verstärkung." Deshalb sein Fazit: "Wir hatten bereits eine überragende Regionalligatruppe, die schon im Hinblick auf die zweite Klasse zusammengestellt wurde. Wir sind gut besetzt, ich habe keine Bedenken." Den brauchten auch die Verantwortlichen nicht zu haben, sich auf das Podium zu stellen, die Gremien wurden von den Mitgliedern entlastet. Mit einem Aufstieg im Rücken - letztendlich die Wiedergutmachung des vorangegangenen Super-Gaus - hätte man eine Vielzahl von möglicherweise kritischen Fragen der Mitglieder kontern können, die aber nicht kamen. Das Plenum erteilte Absolution - ein Begriff, den RS mehrfach verwendete, auch wenn er auf der RWE-Chefetage nicht durchgehend gerne gesehen wird. Maczkowiak. "Von mir aus können wir noch ein bisschen feiern, das ist bestimmt nicht unangebracht." Und ein guter Auftakt im Rahmen der Mission 2.Liga, die am Montag dieser Woche den Vorbereitungs-Startschuss ertönen ließ.

Autor: og

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