Das Fortuna Düsseldorf II zwei unterschiedliche Gesichter hat, bewies das Team des serbischen Trainers Goran Vucic bereits an den ersten Spieltagen der Saison.

Fortuna II: Bilanz

Die zwei Gesichter der Fortuna

Krystian Wozniak
03. Januar 2011, 15:57 Uhr

Das Fortuna Düsseldorf II zwei unterschiedliche Gesichter hat, bewies das Team des serbischen Trainers Goran Vucic bereits an den ersten Spieltagen der Saison.

Beim Auftakt im heimischen Paul-Janes-Stadion patzte die Fortuna-Reserve gegen Aufsteiger SC Wiedenbrück. Die Ostwestfalen siegten mit 1:0 in der Landeshauptstadt. Nur eine Woche später gewannen die Düsseldorfer geradezu sensationell bei Preußen Münster. Dieses Auf und Ab blieb bis zum Ende der Hinrunde bestehen. Vor allem in Sachen Heim- und Auswärtsbegegnungen. Nach einem Erfolg in der Fremde schafften die Fortunen es fast nie, diese Zähler zu vergolden. In acht Heimspielen holten die Vucic-Kicker nur einen Dreier und ein Remis. Vucic kann sich diese unterschiedlichen Gesichter seiner Mannschaft auch nicht erklären und führt immer wieder die Unerfahrenheit der Truppe an.

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Unerfahrenheit hin oder her. Die Düsseldorfer Reserve wartet seit sechs Heimbegegnungen auf einen Sieg. In acht Spielen im Paul-Janes Stadion konnten die Fortunen nur vier Treffer erzielen. Nur Schlusslicht Arminia Bielefeld II hat eine schlechtere Heimbilanz aufzuweisen. Die Landeshauptstädter halten sich (noch) über Wasser. Doch auch Vucic weiß, dass die in Düsseldorf anfangen muss zu punkten, ansonsten wird es ganz eng in Sachen Klassenerhalt. Zudem sollten die Vucic-Schützlinge konstanter werden. Denn es ist schon sehr auffällig, dass die Fortuna nach einem starken Spiel gerne die nächste Partie vergeigt. So siegten die Rot-Weißen am 10. Spieltag mit 5:1 in Mainz. Eine Woche später folgte eine bittere 0:3-Schlappe im Derby gegen den 1. FC Köln II. Am 15. Spieltag das gleiche Lied. Auf einen 4:0-Erfolg in Kaiserslautern folgte eine 0:2-Niederlage gegen die Bochumer Reserve.

Gesucht: Kaltschnäuziger Torjäger

Trotz dieser großen Unbeständigkeit muss man dem Vucic-Team auch ein Kompliment machen. Denn vor der Saison verließ ein Trio, das sich zuvor als absolute Leistungsträger ausgezeichnet hatte, die Düsseldorfer Zweitvertretung in Richtung Wuppertaler Sportverein Borussia. Felix Haas, Lukas van den Bergh und Erhan Zent mussten erst einmal ersetzt werden. Dabei vertraute Vucic bis auf Philip Heise, der aus der A-Jugend von Borussia Mönchengladbach zur Fortuna wechselte, Davide Leikauf (WSV Borussia) und Timo Scherping (Preußen Münster) ausnahmslos Spielern aus dem Düsseldorfer Nachwuchs. Während der Saison nahmen die Düsseldorfer noch den vereinslosen Libanesen Mahmout Najdi unter Vertrag. Der Ex-Wuppertaler bildet gemeinsam mit Leikauf, Heise und Andres Altenbeck eine solide Defensive. Dahinter hat man mit Maximilian Schulze-Niehues einen sicheren Schnapper.

Vorne suchen die Fortunen jedoch vergeblich einen kaltschnäuzigen Vollstrecker. Einzig Ben Abelski (fünf Saisontore) und Kapitän Sebastian Michalsky (drei Saisontore) sorgten für Torgefahr und gleichzeitig die meisten Fortuna-Treffer ihres Teams. Doch die 16 erzielten Buden in 16 Spielen sind definitiv zu wenig. Es muss sich noch einiges ändern, damit Fortuna Düsseldorf II Ende Mai erneut den Klassenerhalt feiern kann.

[b]Lesen Sie auf Seite 2: Die Auf- und Absteiger der Fortuna II[/b]

Autor: Krystian Wozniak

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