War das fußballerische Niveau in Huckarde am Mittwoch schon mäßig, so war es am Donnerstag richtig schlecht. Zu schwach waren die Außenseiter an diesem Tag.

Dortmund: Halle

Favorit Wickede muss nachsitzen

30. Dezember 2010, 22:50 Uhr

War das fußballerische Niveau in Huckarde am Mittwoch schon mäßig, so war es am Donnerstag richtig schlecht. Zu schwach waren die Außenseiter an diesem Tag.

So reichte den Gruppen-Favoriten der viel zitierte Schongang, um in die Zwischenrunde einzuziehen. Landesligist Arminia Marten zeigte sich gegenüber dem TV Brechten sehr gnädig und schickte den B-Ligisten „nur“ mit 5:1 nach Hause. Dass diese Niederlage das frühe Aus bedeutete hatten sich die Jungs vom Scharfen Eck allerdings selbst zuzuschreiben. Beim Stande von 1:1 in der Auftaktpartie gegen BW Huckarde vergab nämlich Dany Bredehorn kurz vor dem Ende einen Achtmeter und im Gegenzug markierte Michael Kaufmann das 2:1 für die Blau-Weißen.

Fortuna Dortmund überfordert

In der Gruppe 1 war Fortuna Dortmund in beiden Partien überfordert und musste früh die Segel streichen. Da Bezirksligist Westfalia Huckarde sich mit zwei Siegen locker durchsetzte, kam es zur Entscheidungspartie zwischen BW Huckarde und SuS Oespel Kley. In der einseitigen Partie hatte dann der Ausrichter Blau-Weiß mit einem 3:0 klar das bessere Ende für sich.

[gallery]1504,0[/gallery]
Deutlich unterhaltsamer ging es in der Halle Nette am zweiten Tag zu. Bereits in den ersten drei Begegnungen klingelte es beinahe im Minutentakt und es fielen beeindruckende 26 Tore. Dabei entpuppte sich B-Ligist FC Nette als Schießbude des Tages. Ein 1:7 gegen SC Osmanlispor und ein 2:9 gegen SG Lütgendortmund besiegelten das frühe Aus. Folgerichtig musste man – den zugegebenermaßen kurzen – Heimweg antreten.

Westrich präsentiert sich spielstark

Überraschend souverän zog hingegen der SV Westrich in die Zwischenrunde ein. Nach einigen Minuten Anlaufschwierigkeit brannte der SV ein Feuerwerk ab und servierte sowohl Hellweg Lütgendortmund als auch RW Bodelschwingh mit 5:2 ab. Letzteres Team kam dank eines klaren 5:0 im direkten Vergleich der beiden Verlierer ins Überkreuzspiel. Dort hieß der Gegner SC Osmanlispor. Die Türken hatten sich hinter dem Favoriten, der SG Lütgendortmund, den zweiten Platz in der Gruppe gesichert. Nach einigen Jahren Abwesenheit waren sie dann etwas hungriger als die Rot-Weißen und behielten glücklich aber nicht unverdient mit 7:5 nach Achtmeter-Schießen die Oberhand.

In der Halle Wellinghofen musste überraschend früh der TSC Eintracht die Segel streichen. Zwei Niederlagen, eine davon gar gegen Ligakonkurrent Berghofen, ließ die Truppe von der Flora enttäuschend von dannen ziehen. Ihr Schicksal teilen musste der SF Sölderholz der ebenfalls zweimal chancenlos war. 1:4 (gegen Tus Eichlinghofen) und 1:7 (gegen den BSV Schüren) hieß es am Ende gegen die Südlichen.

Keine Ansprüche

Anders als der TSC waren die Jungs der SF aber ohne große Ansprüche angetreten. Die hat dagegen der BSV Schüren regelmäßig im Gepäck – und erfüllte sie auch diesmal wieder. Im Duell der Bezirksligisten behielt die Elf von Peter Walter gegen den TuS Eichlinghofen souverän mit 2:0 die Oberhand. Auf den TuS wartete dann im Entscheidungsspiel mit dem SV Berghofen ein nicht zu unterschätzender Gegner. Doch die Truppe behielt die Ruhe und schaffte mit einem deutlichen 6:2 Sieg gemeinsam mit dem Kirchhörder SC und dem BSV Schüren den Sprung in die Zwischenrunde.

"Schotti" knippst sieben Mal

Nur in der ersten Partie feierte Wickedes Coach Marko Schott seinen angekündigten Abschied vom aktiven Hallenfußball beeindruckend. Gleich sieben Mal traf der Rechtsfuß beim 11:0 gegen den SV Kocatepe Camii. Doch dann ereilte den Westfalenligisten ein nie für möglich gehaltenes Schicksal. Gegen den VfR Sölde setzte es eine derbe 3:4 Niederlage. „Schotti“ und seine Jungs mussten ins Entscheidungsspiel gegen TuS Neuasseln, während der VfR als Gruppensieger direkt die Zwischenrunde buchte. Dort war die Konzentration bei der Westfalia aber wieder voll da und es blieb beim Warnschuss vor den Bug. 9:1 hieß es im Entscheidungsspiel gegen den TuS Neuasseln.

Wambeler SV blamabel

Ein ähnliches Schicksal wie den SV Kocatepe ereilte in der Halle Brackel den Wambeler SV. Zwei Klatschen (0:7 gegen Neuasseln und 1:9 gegen SV Brackel) beendeten einen blamablen Auftritt. Souverän hingegen der Auftritt der neuen Elf von Axel Schmeing. Nach dem klaren Auftaktsieg gegen Neuasseln ließ der SV auch in der zweiten Partie (3:1 gegen Neuasseln) nichts anbrennen und kam locker eine Runde weiter.

Alemannia Scharnhorsts Trainer Marcus Schmidt hatte die Auftaktpartie gegen Eving Selimiye Spor zur Vorentscheidenden in der Gruppe stilisiert. Und seine Jungs hatten offenbar bei der Ansage gut zugehört. Mit 6:1 fegte die Alemannia den chancenlosen Gegner aus der Halle. Der holte sich auch im zweiten Spiel beim 0:8 gegen den Gruppenfavoriten Phönix Eving eine blutige Nase und verließ die Halle Nord ziemlich bedröppelt.

Alemannia Scharnhorst früh raus

Doch auch für die Alemannia reichte es diesmal nicht zum Einzug in die Zwischenrunde. Nach zwanzig Spielminuten im Entscheidungsspiel gegen den starken B-Ligisten FC Merkur wartete das Achtmeterschießen. Dort setzte sich der „Underdog“ dann ein wenig glücklich mit 5:4 durch. Sieger in der „Merkur-Gruppe“ wurde Bezirksligist FV Scharnhorst. Die derzeit trainerlose Truppe wirkte allerdings nur beim Auftakt gegen den FC konzentriert (4:0). Gegen den SF Hafenwiese hingegen ließen sie völlig unnötig die Zügel schleifen und mühten sich zu einem mageren 6:4. Sei’s drum. Für die Zwischenrunde reichte auch dieses schmeichelhafte Ergebnis.

Autor:

Kommentieren