MSV: Flanken-Spezi Koitka und Talent Neumayr kommen

tt
29. Mai 2006, 09:12 Uhr

Kai Koitka hatte Samstag-Nachmittag wenig zu lachen. Der 24-Jährige stieg mit der SG Wattenscheid durch ein 0:1 bei Kickers Emden aus der Regionalliga ab.

Kai Koitka hatte Samstag-Nachmittag wenig zu lachen. Der 24-Jährige stieg mit der SG Wattenscheid durch ein 0:1 bei Kickers Emden aus der Regionalliga ab. Doch nach dem Frust ist vor der Lust auf das Neue: Der Sohn des früheren Bundesliga-Torhüters Heinz-Josef Koitka wird in der kommenden Saison das Trikot des MSV Duisburg tragen.
"Er soll die zentrale Mittelfeld-Position in unserer Amateur-Mannschaft übernehmen, dazu oben unter Rudi Bommer trainieren. Kai ist athletisch, groß und hat durchaus fußballerische Fähigkeiten", findet Chef-Scout Dieter Mertens. Peter Telek, der Koitka betreut, meint: "Kai gibt sich selbst noch ein Jahr, um den Durchbruch zu schaffen. Ich denke schon, dass er sich in Duisburg weiterentwickeln kann." Reinhold Klee, Sport-Chef der Wattenscheider, drückt "KK" die Daumen: "Ich würde ihm gönnen, dass er den Durchbruch packt. Kai hat einen sensationellen rechten Fuß, schlägt super Flanken und erinnert dabei etwas an David Beckham. Er muss allerdings im Zweikampf zulegen und mehr Aktionen aus dem Tempo heraus machen. Wenn er das umsetzt, kann er es nach oben schaffen."
Einer, der in dem Bereich schon kräftig gelernt hat, ist Markus Neumayr. Das 20-jährige Talent ging in den letzten drei Spielzeiten in die Fußball-Schule von Manchester United, soll dort nach Zeitungs-Berichten rund 5.000 Euro Wochenlohn bekommen haben. An seinen letzten deutschen Verein Eintracht Frankfurt überwies der britische Branchen-Riese satte 100.000 Euro Ablöse. Dieter Mertens: "Ich habe den Transfer damals verfolgt, Rudi Bommer kennt Markus noch aus Aschaffenburg. Neumayr schießt sehr gute Standards, kann rechts oder zentral im Mittelfeld spielen. Wenn er in seinen Spielzeiten bei Manchester Erfahrungswerte mitgenommen hat, dann bekommen wir hier bestimmt viel Spaß an Markus." Allerdings merkt der Talent-Sichter an: "Der Junge soll zunächst rangeführt werden, auf ihm darf nicht die ganze Verantwortung hängen bleiben."

Autor: tt

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