Manuel Neuer zu den Bayern? Norbert Nigbur, Neuers Vorvorvorgänger bei Schalke und in der Nationalmannschaft, hätte durchaus Verständnis für diesen Schritt.

S04: Nigbur über Neuer

"Beim FC Bayern hat man größere Lobby"

Interview: Kai Griepenkerl
19. Dezember 2010, 11:17 Uhr

Manuel Neuer zu den Bayern? Norbert Nigbur, Neuers Vorvorvorgänger bei Schalke und in der Nationalmannschaft, hätte durchaus Verständnis für diesen Schritt.

Jung, ehrgeizig, gut und wahrscheinlich Deutschlands bester Torhüter seiner Zeit – was Manuel Neuer heute ist, war Norbert Nigbur in den 1970er Jahren für Schalke. Wie sein Verhältnis zum S04 heute ist und was er Neuer für die Zukunft rät, erzählt der Weltmeister von 1974 im RS-Interview.

Norbert Nigbur, ist Manuel Neuer Ihr legitimer Nachfolger?

Uns beide zu vergleichen, ist sehr schwierig. Er ist ein ganz anderer Typ als ich. Ich war katzengewandter, war von der Sprungkraft und vom Reaktionsvermögen her anders. Das liegt aber auch an der Größe. Manu ist einen Tick länger als ich, das macht einen gewaltigen Unterschied.

Wie beurteilen Sie Neuer?

Wenn ich etwas sage, gehe ich mit Lob und Kritik ehrlich um. Ich kenne ihn und finde, dass er ein tofter Typ ist. Daher ist die Beurteilung von Manu sehr schwierig für mich, weil ich da auch kritische Worte sagen müsste. Das würde mir bei Jens Lehmann oder Oliver Kahn leichter fallen. Nur soviel: Dass Manu in seinem Alter noch nicht fertig sein kann, weiß jeder.

Inwiefern wirkt sich Schalkes schwache Hinserie auch auf Neuer aus?

Ich habe das doch am eigenen Leibe miterlebt. Wenn du unten stehst, gehen die Bälle vom Innenpfosten rein. Das tut mir leid, aber da muss er durch.

Würden Sie Neuer zu einem Wechsel raten?

Vom Herzen her würde ich sagen, er soll bleiben. Aber wenn das Geld kommt, geht das Herz manchmal flöten. Wenn er geht, sollte man ihm auch nicht böse sein. Beim FC Bayern hat man eine größere Lobby. Nur ein Beispiel: Wenn Oliver Kahn immer in Karlsruhe geblieben wäre, hätte er auch nicht diese Karriere hingelegt.

Achtung! Das komplette Interview lesen Sie am Montag auf zwei Seiten im RevierSport.

Autor: Interview: Kai Griepenkerl

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