Während das Ende der sportlichen Karriere von Dariusz Wosz und Sören Colding an der Castroper Straße ganz offensichtlich fair und ohne Stress über die Bühne geht, gibt es im Falle von Rein van Duijnhoven immer lauter werdende Misstöne.

BOCHUM: Disharmonien um Rein van Duijnhoven

gp
01. Mai 2006, 09:35 Uhr

Während das Ende der sportlichen Karriere von Dariusz Wosz und Sören Colding an der Castroper Straße ganz offensichtlich fair und ohne Stress über die Bühne geht, gibt es im Falle von Rein van Duijnhoven immer lauter werdende Misstöne.

Während das Ende der sportlichen Karriere von Dariusz Wosz und Sören Colding an der Castroper Straße ganz offensichtlich fair und ohne Stress über die Bühne geht, gibt es im Falle von Rein van Duijnhoven immer lauter werdende Misstöne. Die Vorgeschichte ist denkbar einfach. Die sportliche Leitung des VfL ist zu dem Entschluss gekommen, den Vertrag mit dem 38-Jährigen Holländer nicht zu verlängern. Der Keeper ist darüber enttäuscht und ließ seinem Unmut mit Hilfe der in Bochum erscheinenden Medien zur Wochenmitte freien Lauf. Das wiederum überraschte den VfL-Vorstand, so dass Stefan Kuntz am Freitag auf der obligatorischen Pressekonferenz gezwungen war, Stellung zu beziehen. Kuntz: "Rein wollte den Vertrag verlängern, wir haben nach allem Abwägen diesem Wunsch nicht entsprochen. Dabei spielten finanzielle Überlegungen, aber auch gesundheitliche Dinge eine Rolle."

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Rein van Duijnhoven mag dies nicht akzeptieren, will jetzt eine neue Herausforderung suchen und ärgerte die sportliche Leitung erneut mit der Aussage: "Gegen Karlsruhe bestreite ich mein Abschiedsspiel." Darüber war besonders Stefan Kuntz sauer: "Über die Aufstellung entscheidet alleine der Trainer. Der hat Rein das Spiel zwar in Aussicht gestellt, aber entschieden ist noch gar nichts."
Ärgerlich, dass die öffentlichen Diskussionen zwischen dem Holländer auf der einen und dem VfL auf der anderen Seite nun möglicherweise in die am kommenden Sonntag stattfindende Aufstiegsfeier gegen Karlsruhe einwirken. Das macht Kuntz sauer: "Es kann nicht sein, dass aus egoistischen Gründen der Mannschaft und den Planern der Feier ein Strich durch die Rechnung gemacht wird."
Besonders kurios: Bevor sich Rein van Duijnhoven an die Medien wandte, hatte er sich eine Woche Bedenkzeit in Sachen Weiterbeschäftigung beim VfL erbeten. Bleibt zu hoffen, dass Rein van Duijnhoven und der Klub nach sieben so erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit einen harmonischen und versöhnlichen Abschied voneinander finden.

Autor: gp

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