Willi Landgrafs Stimme kommt noch ein wenig belegt rüber. Bis in den frühen Dienstag-Morgen dauerte die Aufstiegsparty in Aachen, sodass der Kultkicker der Alemannia bei seinem nachmittäglichen Auftritt im DSF ziemlich strubbelig aussah.

SCHALKE II: Landgraf-Zusage nächste Woche

20. April 2006, 10:59 Uhr

Willi Landgrafs Stimme kommt noch ein wenig belegt rüber. Bis in den frühen Dienstag-Morgen dauerte die Aufstiegsparty in Aachen, sodass der Kultkicker der Alemannia bei seinem nachmittäglichen Auftritt im DSF ziemlich strubbelig aussah.

Willi Landgrafs Stimme kommt noch ein wenig belegt rüber. Bis in den frühen Dienstag-Morgen dauerte die Aufstiegsparty in Aachen, sodass der Kultkicker der Alemannia bei seinem nachmittäglichen Auftritt im DSF ziemlich strubbelig aussah. "Die jüngeren Spieler sind erst nach Hause gegangen, als die Vögel schon sangen. Bei Erik (Meijer, die Red.) und mir, die nach so einer Nacht morgens gebügelt werden müssen, war eine Stunde früher Schluss", lacht Landgraf nach einer grandiosen Session in der Kaiserstadt. "An dem Abend passte alles. Gut, dass Bochum gleich mit aufgestiegen ist", weiß "Williiiiie", dass die Spielplan-Macher der Zweiten Liga ein glückliches Händchen bei der Terminierung des Saisonausklangs im Unterhaus bewiesen. "Wir haben schließlich auch eine Verpflichtung gegenüber den anderen Mannschaften. Stell' Dir vor, es wäre gegen Cottbus oder Fürth gegangen," gibt der 37-Jährige zu bedenken.

So ließen die beiden künftigen Erstligisten auf dem Tivoli gemeinsam die Korken knallen, für die Aachener ging es danach zunächst ins Stammlokal Café Madrid. "Da habe ich zwei, drei Mal Platzangst gekriegt", berichtet Landgraf, "und dann waren wir natürlich noch draußen in der Stadt. Straßen wurden abgesperrt, wir standen auf einer Brücke und haben mit den Fans gesungen."

Bewegende Momente für den knorrigen Verteidiger, der nach 19 Jahren in der Zweiten Liga und dort nunmehr 505 Einsätzen seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat. "Was das für Wellen in der Zeitung geschlagen hat", wundert sich Landgraf, der nicht viel Aufhebens um seinen Status als Symbolfigur des "Unterhauses" macht. "Was soll ich noch erreichen, vielleicht Champions League-Senior werden? Die Momente, die ich jetzt mit Aachen erlebt habe, werde ich nie mehr vergessen. Dann tut es auch nicht weh, aufzuhören!"

Obwohl weder er noch Schalke 04 bisher offiziell verlautbart haben, dass der in Bottrop wohnende Sympathie-Träger ab Juli in Königsblau aufläuft, ist der Weg für den Wechsel Landgrafs aus dem bezahlten Fußball in die S04-Reserve vorgezeichnet. "In der nächsten Woche treffen wir uns, um Details zu besprechen. Ich weiß nicht, ob das noch vor oder nach dem Schalker UEFA-Cup-Rückspiel in Sevilla klappt, aber das ist auch egal", dürfen sich die Schalker Fans schon jetzt auf ein echtes Ruhrgebiets-Original in ihrer Mitte freuen.

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