Die Nachbarn in seiner Heimatstadt Köln atmen auf. Bei Familie Zdebel schaut man endlich wieder auf einen gepflegten Rasen.

BOCHUM: Thomas Zdebel freut sich auf den Hexenkessel

gp
14. April 2006, 11:02 Uhr

Die Nachbarn in seiner Heimatstadt Köln atmen auf. Bei Familie Zdebel schaut man endlich wieder auf einen gepflegten Rasen.

Bochum (RS).
Die Nachbarn in seiner Heimatstadt Köln atmen auf. Bei Familie Zdebel schaut man endlich wieder auf einen gepflegten Rasen. Denn als Marcel Koller seinen Spielern am Samstag einen dreitägigen Kurzurlaub bescherte, entschloss sich Hausherr Thomas Zdebel endlich den Rasen zu mähen. Der VfL-Kapitän: "Jetzt jubeln meine Nachbarn, meine Frau und die Kinder haben sich auch über das lange Wochenende gefreut."
Doch die freien Tage sind vorbei und seit Mittwoch läuft der Countdown, will der VfL endlich die letzten Zentimeter vor der Zielgraden erfolgreich bewältigen. Natürlich ist auch für Zdebel der Besuch des Aachener Tivolis am kommenden Montag einer der wenigen Höhepunkte, die diese Zweitliga-Saison zu bieten hat. Der Routinier kramt in seinen Erinnerungen: "Zwei Mal war ich mit dem FC Köln da, einmal ein Pokal-, einmal ein Testspiel. Beides Mal haben wir gewonnen, so soll es bleiben." Was Zdebel fasziniert, ist die Stimmung, die schon seit Jahren exzellent ist: "Ich habe in Würselen gewohnt, kenne den Hexenkessel. Dort zu gewinnen, wäre etwas ganz besonderes." Auch, weil nach der 1:4-Heimpleite gegen die Alemannia alle schon spotteten, gar von einem Klassenunterschied sprachen. Zdebel: "Da haben wir noch etwas gerade zu biegen. So soll das nicht im Raum stehen bleiben." Und dann denkt er noch weiter: "Am Ostermontag schauen bei DSF und Premiere vielleicht so viele Zuschauer zu, wie noch nie in dieser Spielzeit. Denen wollen wir zeigen, dass wir zu recht aufsteigen." So macht der Familienvater sich und seine Spieler schon heiß auf die anstehende Partie: "Wir haben eine breite Brust, keine Angst, kein Scheitern im Hinterkopf. Unsere Chancen sind gut, dort alles klar zu machen."
Dann denkt der Pole an seine Kollegen, die am kommenden Montag wieder einmal nicht in den Genuss kommen, in der Startelf berücksichtigt zu werden: "Eine unserer Stärken ist es, dass hier keiner von den Reservisten Ärger macht, da läuft nichts aus dem Ruder. Wenn sie gebraucht werden, zeigen sie starke Leistungen. Diese Mannschaft hat Charakter, da macht der Aufstieg doppelt Spaß." Dann hat es auch der 33-Jährige geschafft, der schon zu Saisonbeginn versprach: "Wir werden uns zerreißen, um ganz schnell aus dieser Liga heraus zu kommen." Ein Mann – ein Wort.

Autor: gp

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