Er war nicht zu übersehen. Christoph Dabrowski ist mit seinen 1,95 Metern schon eine auffallende Gestalt.

BOCHUM: Teamplayer Dabrowksi überzeugt durch Flexibilität

gp
14. April 2006, 10:09 Uhr

Er war nicht zu übersehen. Christoph Dabrowski ist mit seinen 1,95 Metern schon eine auffallende Gestalt.

Er war nicht zu übersehen. Christoph Dabrowski ist mit seinen 1,95 Metern schon eine auffallende Gestalt. Am Montag bei seinem Besuch im Stadioncenter fiel er natürlich auf, obwohl sich die ganz große Spannung des ersten Transfers für die neue Spielzeit nach den Meldungen der vergangenen Wochen in Grenzen hielt. Dabrowski nutzte den trainingsfreien Montag bei Hannover 96, um beim VfL die letzten Formalitäten zu erledigen und die medizinische Untersuchung nachzuholen.
Der Deutsch-Pole, der wahrscheinlich nur nicht bei der kommenden WM dabei ist, weil ihm ein Einsatz im deutschen U21-Perspektivteam die polnische Karriere zerstört hat, bekommt beim VfL einen Drei-Jahresvertrag, der ausgerechnet an seinem 28. Geburtstag (1. Juli 2006) in Kraft tritt. Damit haben die Bochumer sich einen erfahrenen Erstliga-Spieler geangelt, der schon für Bremen und Bielefeld in Liga eins kickte und in der laufenden Spielzeit bei 96 (3 Tore) bisher ein einziges Mal gefehlt hat. Dabrowski soll beim VfL das defensive Mittelfeld verstärken. Sportvorstand Stefan Kuntz: "Damit haben wir neben Thomas Zdebel, der schon jetzt das Herzstück der Mannschaft ist, einen weiteren Routinier in diesem Bereich." Was für Dabrowski spricht, ist seine enorme Flexibilität, er ist im Mittelfeld variabel einsetzbar, kann sowohl auf beiden Halbpositionen spielen als auch direkt vor der Abwehr. Dabrowski: "Ich bin kopfballstark, kann Druck nach vorne machen und behaupte mich im Zweikampf." Doch was für den VfL vielleicht noch wichtiger ist: "Ich bin ein Teamplayer, der sich einfügen kann und für den die Harmonie in der Mannschaft etwas ganz wichtiges ist." Deshalb glaubt er auch an der Castroper Straße besser aufgehoben zu sein, als bei seinem derzeitigen Arbeitgeber Hannover: "Dort habe ich zwar die totale Unterstützung von Trainer Peter Neururer, aber ansonsten wenig Rückendeckung."
In Bochum scheint das ganz anders zu sein: "Bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen habe ich keine Minute daran gezweifelt, dass sie mich wirklich wollen, das hat letztlich den Ausschlag gegeben." Seitdem der Deal mit dem VfL perfekt ist, hat er sich natürlich schon über die Truppe informiert. "Ich habe viele gute Dinge gehört, aber auch gesehen. Ich will dazu beitragen, dass sich der VfL in der Bundesliga wieder stabilisiert." So wie es 96 momentan wohl gelungen ist.

Autor: gp

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