Theofanis Gekas hat das Rhein-Main-Derby zugunsten von  Frankfurt entschieden: Er verwandelte in der 84. Minute einen Handelfmeter zum 2:1 gegen den FSV Mainz.

Frankfurt - Mainz 2:1

Gekas sichert den Derby-Dreier

sid
04. Dezember 2010, 17:35 Uhr

Theofanis Gekas hat das Rhein-Main-Derby zugunsten von Frankfurt entschieden: Er verwandelte in der 84. Minute einen Handelfmeter zum 2:1 gegen den FSV Mainz.

Damit haben die Rheinhessen die letzte Chance auf die Herbstmeisterschaft verspielt. Jan Kirchhoff war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen. Für Bundesliga-Top-Torjäger Gekas war es Saisontreffer Nummer 13.

Das Team von FSV-Trainer Thomas Tuchel konnte damit auch im siebten Versuch gegen die Eintracht keinen Dreier landen. Während die Mainzer dennoch weiterhin vom Überwintern auf den Champions-League-Plätzen träumen dürfen, rangieren die Frankfurter weiter im Tabellenmittelfeld.

Russ mit der Führung

Vor 50.000 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena hatte zunächst Frankfurts Innenverteidiger Marco Russ die Gastgeber mit einem sehenswerten Schuss aus 15 Metern in Führung gebracht (35.), bevor Andre Schürrle (42.) nach einer dummen Aktion von Halil Altintop gegen Marcel Risse im Strafraum mit einem Foulelfmeter zum 1:1 traf.

Nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8-Gegentoren gegen Hoffenheim und in München suchte die Eintracht im brisanten Rhein-Main-Derby ihr Heil in der Offensive. Doch trotz der Hereinnahme von "enfant terrible" Ioannis Amanatidis, der am Freitag seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, erspielten sich die Frankfurter im ersten Durchgang nur wenige Chancen. Auch der Mainzer Angriff um Adam Szalai und Neu-Nationalspieler Andre Schürrle blieb bis zum 1:1 blass.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten sich Zuschauer so kaum an dem Derby erwärmen. Beide Teams taten sich in der Anfangsphase äußerst schwer mit dem Spielaufbau. Insbesondere die sonst technisch so versierten Mainzer hatten zahlreiche Fehlpässe zu verzeichnen. Die erste gute Möglichkeit hatten dennoch die Gäste, aber der Schuss von Neu-Nationalspieler Schürrle aus halblinker Position verfehlte sein Ziel deutlich (17.).

Glück für Zabavnik

Glück hatte zehn Minuten später der Mainzer Radoslav Zabavnik, der bereits mit Gelb verwarnt den Frankfurter Pirmin Schwegler foulte und dafür von Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) eigentlich hätte vom Platz gestellt werden müssen. Meyer beließ es aber bei einer mündlichen Verwarnung. FSV-Coach Tuchel wechselte Zabavnik nach dem Rückstand dann in der 37. Minute aus, um eine Gelb-Rote Karte zu verhindern.

Nach der Pause wurde Frankfurts Keeper Oka Nikolov verletzungsbedingt für Ralf Fährmann ausgewechselt. Der schwache Türke Altintop musste nach seinem Fehltritt gegen Risse, der zum Elfmeter führte, für Alexander Meier weichen.

Derweil wechselte FSV-Trainer Tuchel zunächst nur das System und stellte im zweiten Abschnitt auf eine Raute um. Die erste Möglichkeit hatten dann auch die Gäste, doch Risse schoss aus 20 Metern knapp am linken Torpfosten der Eintracht vorbei (54.). Zudem setzte der kurz zuvor eingewechselte Sami Allagui einen Kopfball knapp neben das Tor (58.). Zehn Minuten später verfehlte Allagui das Frankfurter Gehäuse erneut nur um Zentimeter.

Autor: sid

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren