1860 MÜNCHEN - Lamotte glaubt an Bochums Aufstieg

hb
27. März 2006, 11:53 Uhr

Fabian Lamotte in München, der so genannten "Weltstadt mit Herz". In das stark von Glitzer und Glamour bestimmte Bild der Metropole an der Isar passt der aus Korbach im hessischen Teil des Sauerlands stammende wenig schillernde Ex-Schalker wirklich nicht.

Fabian Lamotte in München, der so genannten "Weltstadt mit Herz". In das stark von Glitzer und Glamour bestimmte Bild der Metropole an der Isar passt der aus Korbach im hessischen Teil des Sauerlands stammende wenig schillernde Ex-Schalker wirklich nicht. Im "P1", wo Olli Kahn seine Ex Verena kennen lernte, hat man den Verteidiger von 1860 noch nicht gesehen. Dennoch sagt Lamotte, dass er sich in München wohl fühle. "Es ist schon klasse in München, die Stadt ist sehr lebenswert", findet der 23-Jährige.

Und das, obwohl bei den "Sechzgern" munteres Chaos herrscht. Erst die Schlammschlacht um die Herren Karl-Heinz Wildmoser senior und junior - Letzterer wurde wegen Zahlung von Schmiergeldern bei dem Bau der Münchner WM-Arena gerade zur Zahlung von 2,8 Millionen Euro verknackt – dann der Absturz der Mannschaft in die Nähe der Abstiegsränge. "Die Unruhe hat nichts mit den Leistungen der Mannschaft zu tun. Ob wir gewinnen oder verlieren, dafür sind wir Spieler selbst verantwortlich", will Lamotte den ständigen Ärger im Umfeld nicht als Ausrede für sportliches Versagen gelten lassen.

Mit dem 1:0-Sieg am vergangenen Sonntag beim SC Paderborn haben die 60er immerhin die jüngste Negativserie beendet und legten gestern gegen Schlusslicht Siegen ein 3:0 nach. "Um den Aufstieg können wir leider nicht mehr mitspielen, der muss dann für das nächste Jahr das Ziel sein", möchte Lamotte, der in München einen Vertrag bis 2007 besitzt, gerne zurück in die Bundesliga. "In dieser Saison schaffen es Bochum und Aachen, Freiburg könnte Dritter werden."

Mit Schalke kam der Verteidiger in den Spielzeiten 2003/04 und 2004/05 auf insgesamt zehn Einsätze in der deutschen Eliteklasse. Da dürfen künftig ruhig noch ein paar hinzu kommen.

Autor: hb

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