Noch winden sich Spieler und Verantwortliche, doch das Thema hat einfach schon zu viel Wirbel verursacht. Willi Landgraf, Kultkicker der Alemannia aus Aachen, soll ab Sommer die zweite Mannschaft des FC Schalke zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

SCHALKE II: Kultkicker Landgraf soll königsblauen Kindergarten führen

hb
12. März 2006, 12:44 Uhr

Noch winden sich Spieler und Verantwortliche, doch das Thema hat einfach schon zu viel Wirbel verursacht. Willi Landgraf, Kultkicker der Alemannia aus Aachen, soll ab Sommer die zweite Mannschaft des FC Schalke zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

Noch winden sich Spieler und Verantwortliche, doch das Thema hat einfach schon zu viel Wirbel verursacht. Willi Landgraf, Kultkicker der Alemannia aus Aachen, soll ab Sommer die zweite Mannschaft des FC Schalke zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

„Ich bin so verrückt“, macht der inzwischen 37-Jährige keinen Hehl daraus, den etwas anderen und vor allem authentischen Profi zu verkörpern. „Als mich Helmut Schulte vor ein paar Tagen darauf angesprochen hat, ob ich mir das vorstellen könnte, fand ich die Idee natürlich super“, gibt Landgraf zu. „Ich habe zu ihm aber auch gesagt: Du holst keinen unbekannten Spieler, schließlich habe ich 504 Zweitliga-Einsätze auf dem Buckel.“

Der Sportliche Leiter der Schalker Nachwuchs-Abteilung will die Katze zwar noch nicht aus dem Sack lassen, lässt sich aber auf energische Nachfrage zumindest so viel entlocken: „Da wird sich möglicherweise etwas tun“, deutet Schulte an, dass die „im Moment wild wuchernden Spekulationen um Landgraf“ nah an der Realität sprießen.

Der in Bottrop wohnende bekennende „Ruhri“ dagegen ist ein offener Typ und macht kein Geheimnis um den Deal mit Königsblau. „Die Perspektive ist für mich spannend, auch wenn ich im Moment nicht ausschließen will, dass ich in Aachen bleibe“, erklärt Landgraf.

Seit 1999 beackert er bei den Kaiserstädtern die rechte Abwehrseite, genießt so etwas wie Helden-Status. In dieser Saison aber schallt der Schlachtruf „Williiiiiiie“ nur noch selten durch den „Tivoli“. Ausgerechnet ein Ex-Schalker hat ihm die Position auf der Außenbahn streitig gemacht, es ist Sergio Pinto. „Ich will noch mindestens ein Jahr lang Fußball spielen und denke, dass ich es auch bei der Alemannia noch einmal schaffen könnte“, steckt ein Kämpfertyp wie Landgraf nicht so schnell auf.

Seinen bisherige acht Einsätzen in der laufenden Serie möchte er noch ein paar hinzu fügen. Ob er sich dann im Mai vom Profi-Fußball verabschieden wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. „Ich habe mit Jörg Schmadtke noch nicht darüber gesprochen, ob und wie es weiter geht“, wird Landgrafs erster Ansprechpartner der Manager des Aufstiegs-Aspiranten sein. Der Ex-Keeper hat bereits betont, man bemühe sich den beliebten Oldie zu halten, in welcher Form auch immer.

Schalke indes reizt nicht nur wegen der Nähe zu seinem Lebens-Mittelpunkt. Bereits jetzt ist abzusehen, dass Landgraf über das Ende seiner aktiven Karriere den „Knappen“ erhalten bleiben soll. „Ich habe nächste Woche einen Termin mit Schulte, dann sehen wir weiter“, kündigt der sympathische Revier-Fußballer an.

Autor: hb

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