Man hatte in Oberhausen die schlimmsten Befürchtungen, doch nach dem Spiel gegen Bielefeld gab es bei Heinrich Schmidtgal zunächst die Entwarnung.

RWO: Wieder einer weg

"Es ist bei uns wie im Lotto"

Christian Brausch
25. November 2010, 14:07 Uhr

Man hatte in Oberhausen die schlimmsten Befürchtungen, doch nach dem Spiel gegen Bielefeld gab es bei Heinrich Schmidtgal zunächst die Entwarnung.

Ein Bluterguss im Knie sollte es sein. Nun ist doch alles viel schlimmer: Die Bizepssehne im Knie ist gerissen. Coach Hans-Günter Bruns muss drei Monate ohne Schmidtgal planen. Sein Kommentar zur nächsten Hiobsbotschaft: „Das ist typisch für uns. So einen isolierten Riss hat der Experte noch nie gesehen. Normalerweise reißen auch andere Dinge mit.“

Was nur noch das i-Tüpfelchen gewesen wäre. Auch so hat Bruns genug Sorgen vor dem Trip nach Karlsruhe. Denn von den zwei gegen Bielefeld gesperrten Kickern, kommt mit Fabian Hergesell auch nur einer zurück. Marinko Miletic hat sich mit einer eitrigen Mandelentzündung abgemeldet. Wenigstens bei den auch kränkelnden Benny Reichert, Markus Kaya und Yohannes Bahcecioglu besteht die Hoffnung auf einen halbwegs fitten Einsatz am Wochenende.

"Man weiß nie, welche Zahlen man bekommt"

Wobei das Trio, ebenso wie Moses Lamidi oder Thomas Schlieter, kaum bei 100 Prozent sein kann. Daher erklärt Bruns sicher nicht ganz unbegründet. „Es ist bei uns wie im Lotto. Man weiß nie, welche Zahlen man bekommt.“ Oder auf RWO bezogen, welche Form die Rekonvaleszenten auf den Platz bringen können. Bruns ergänzt: „Jetzt darf nichts mehr passieren, die Situation ist noch einen Tick schlimmer als vor einer Woche. Aber auch damit müssen wir umgehen können.“

Daher stellt sich die erste Elf von selber auf. Lediglich im Angriff und links hinten gibt es Alternativen. Wobei Daniel Embers dort in der Mannschaft bleibt. Bruns: „Daniel hat das gut gemacht und ich will nur da was ändern, wo ich das muss.“

Auch auswärts den Bock umstoßen

Schließlich konnte die Mannschaft nach Wochen ohne Sieg mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Und das soll trotz der personellen Misere genügend Kräfte freigesetzt haben, um auch aus dem Wildpark etwas entführen zu können. Der Trainerwechsel hat dabei laut Bruns „keine Bedeutung. Der KSC hat so oder so eine sehr gut besetzte Elf. Durch den Tausch wollen sich aber nun sicher wieder alle Spieler anbieten. Daher erwarte ich eine richtig schwere Partie. Aber ich hoffe, wir können nach den letzten Wochen auch auswärts den Bock wieder umstoßen.“

Wobei die Hoffnungen besonders auf dem neuen Sturmduo ruhen. Denn Felix Luz und Moses Lamidi haben gegen die Arminia im ersten gemeinsamen Spiel von Anfang an gezeigt, zu welchen Taten sie bereit sind.

Bruns: „Und dabei fehlt beiden noch etwas zur absoluten Fitness. Aber das ist eine Geschichte, mit der wir derzeit leben müssen.“ Wie zum Beispiel bei Schlieter, dem Bruns scherzhaft zu verstehen gibt. „Er muss 90 Minuten durchhalten. Was anderes braucht er mir gar nicht zu erzählen, denn ich habe niemanden mehr für die Abwehr.“

Autor: Christian Brausch

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