Beim WSV Borussia ist die Lage prekär! Zwar ist der WSV seit vier Spielen ungeschlagen (ein Sieg, drei Remis), doch richtig voran kommen die Rot-Blauen nicht.

WSV: Moosmayer

"Ein Armutszeugnis für solch einen Kader"

Krystian Wozniak
18. November 2010, 12:07 Uhr

Beim WSV Borussia ist die Lage prekär! Zwar ist der WSV seit vier Spielen ungeschlagen (ein Sieg, drei Remis), doch richtig voran kommen die Rot-Blauen nicht.

Zehn Punkte liegt die Elf von Coach Michael Dämgen hinter der Tabellenspitze zurück. Zudem hat WSV-Mäzen Friedhelm Runge seinen Rücktritt zum 30.06.2011 angekündigt. Vor der Saison hatte der „allmächtige WSV-Boss“ noch versucht mit einer Runderneuerung (18 neue Spieler) doch noch etwas in Wuppertal zu bewegen und den Drittliga-Abstieg schnell vergessen zu machen. Doch die Situation ist nun eine ganz andere.

RS unterhielt sich mit Linksverteidiger Tom Moosmayer über die aktuelle Lage bei den Bergischen.

Tom Moosmayer, der WSV hat sich vor der Spielzeit einiges vorgenommen. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?
Das Erreichte ist für uns alle unbefriedigend. Wir haben einen ordentlichen Saisonstart hingelegt und danach Spiele, die wir nicht verlieren oder unentschieden spielen durften, vergeigt. Wir haben in den Partien gegen Schalke, Bochum, Elversberg, Gladbach und zuletzt gegen Köln immer geführt und es nicht geschafft einen Sieg über die Runden zubringen. Für solch einen besetzten Kader wie unseren ist dies ein Armutszeugnis.

Sie finden klare Worte für die Misere. Was hatten Sie sich bei Ihrer Unterschrift in Wuppertal eigentlich vorgenommen?
Ich musste mich durchringen überhaupt in die Regionalliga zu wechseln. Mit diesen etlichen Zweitvertretungen ist die Liga alles andere, aber nicht attraktiv. Doch Wuppertal ist schon ein Traditionsklub. Wenn man zum WSV in die vierte Liga wechselt, dann kann es nur ein Ziel geben: Aufstieg!

Was macht Ihnen denn noch Mut, dass es doch noch besser wird?
Unser Trainer arbeitet sehr akribisch. Doch momentan ist es so, dass wir die ersten 30 bis 35 Minuten gut spielen und danach einbrechen. Ich kann mir das wirklich nicht erklären. Jedoch wissen wir alle, dass wir am Samstag gegen Verl unsere letzte Chance haben.

Zur Zeit läuft es nicht so recht auf dem Platz und auch neben dem Feld gibt es Probleme. Wie hat die Mannschaft auf die Rücktrittsverkündung von Herrn Runge reagiert?
Wir wissen alle, dass der WSV eigentlich Friedhelm Runge ist. Die Geschäftsführung hat uns den geplanten Schritt von Friedhelm Runge mitgeteilt. Wir wissen, dass Herr Runge zuletzt nicht viel Spaß an uns hatte. Er hat mit der Runderneuerung alles versucht. Ich wundere mich nicht, dass er sehr enttäuscht ist. Bei uns im Team ist es so, dass sich manche Spieler wohl keinen großen Kopf über die Situation machen. Meistens ist es leider nunmal so, dass jeder zuerst an sich denkt.

Am Samstag gegen Verl muss aber jeder an den WSV denken, oder?
Natürlich. Das Köln-Spiel hat uns Zuversicht gegeben und ich kann nur an ganz Wuppertal appellieren: Kommt ins Stadion am Zoo! Wir brauchen einen Sieg gegen Verl und mit den Fans im Rücken ist dies viel leichter.

Autor: Krystian Wozniak

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