Christoph Moritz ist Schalkes

"Das Phantom der Oper"

Masken-Moritz ist in guter Gesellschaft

12. November 2010, 12:07 Uhr

Christoph Moritz ist Schalkes "Maskenmann". Nach einem Jochbeinbruch muss der 21-Jährige in den nächsten Wochen mit einem Gesichtsschutz auflaufen.

„Das Phantom der Oper“ hat wieder ein Gastspiel in Gelsenkirchen. Wenn Christoph Moritz an diesem Donnerstag um 15 Uhr den Trainingsplatz betreten wird, dann dürfte der ansonsten so freundliche 21-Jährige zumindest Kindern das Fürchten lehren.

Nach einem Trainingszusammenprall mit Atsuto Uchida am Dienstagnachmittag musste Moritz zur Untersuchung ins Krankenhaus, die Diagnose war die befürchtete: Jochbeinbruch unter dem rechten Auge, das zudem ein kleines Veilchen ziert. „Das passiert schon mal im Fußball“, lacht der Ex-Aachener. „Ich habe beim Kauen noch Schmerzen, aber ansonsten wird es gehen.“

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Den trainingsfreien Mittwochnachmittag verbrachte Moritz damit, sein Gesicht in eine Schaumstoffform zu pressen, aus deren Profil dann eine passgenaue Maske gefertigt wird.
Seinem Einsatz im Spiel am Samstag beim VfL Wolfsburg steht zwar nichts im Wege. Trainer Felix Magath wird sich aber dennoch offen halten, ob er den Shooting-Star der vergangenen Saison in dem richtungweisenden Match bei seinem Ex-Klub auch wirklich aufbietet.

Moritz ist derzeit nicht der einzige Profi, der sich mit orthopädischen Sonderanfertigungen vor unliebsamen Begegnungen der harten Art schützen muss. Auch Ivan Rakitic trägt nach dem Verlust von zwei Schneidezähnen im EM-Quali-Match im Oktober gegen Israel noch eine Mundprothese.

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Und viele Schalke-Fans werden sich sicher noch gut daran erinnern können, dass Ebbe Sand in seinen Schalker Jahren gleich dreimal mit einer Gesichtsmaske auflaufen musste. Der dänische Torjäger, der sich gerne in jeden Zweikampf schmiss, erlitt zwischen 1999 und 2005 drei Nasenbeinbrüche.

Moritz muss den Carbonschmuck nach eigener Auskunft „vier bis fünf Wochen“ tragen. In der Zeit wird man sich an seinen Anblick gewöhnt haben.

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