Nun gehört der TV Jahn Hiesfeld zu den Ballermännern der Niederrheinliga. Die Treffer beim 7:1 (2:0)-Erfolg gegen den SC Düsseldorf-West waren Nummer 28 bis 34.

Hiesfeld - West 7:1

"Nicht alles nur 'hurra, hurra'"

Christian Krumm
08. November 2010, 09:47 Uhr

Nun gehört der TV Jahn Hiesfeld zu den Ballermännern der Niederrheinliga. Die Treffer beim 7:1 (2:0)-Erfolg gegen den SC Düsseldorf-West waren Nummer 28 bis 34.

Damit konnte die Mannschaft von Trainer Christian Schreier mit der Reserve von RW Oberhausen gleich ziehen, was die Torausbeute angeht.

„Ergebnisse lügen meistens nicht“, nickte Schreier einverstanden. Das sah sein Gegenüber Carlos Carulla ganz anders: „Man muss das Spiel gesehen haben. Wir waren mit Sicherheit nicht sechs Tore schlechter als der Gegner.“ Am Ende stand aber das happige Ergebnis.
[infobox-left]Hiesfeld: Hauffe - Mertins, Schulte-Kellinghaus, Rademacher, Ohnesorge (82. Yildirim) - Erdogan, Schirru, Ritz, Oburu (70. Schreier) - Schneider, Aksoy (76. Noldes).
SC West: Udegbe - Florenz, Welky, Bauermeister, Scheidemann (62. Lippa) - Zilgens (76. Ceker), Opdenberg, Munoz-Bonilla, Bogesits Aufschneider (82. Haferkamp) - Nahimi, Kägebein.
Schiedsrichter: Mohammad Salameh.
Tore: 1:0 Schneider (18.), 2:0 Ritz (25.), 3:0 Ritz (60.), 3:1 Opdenberg (70.), 4:1 Aksoy (74.), 5:1 Noldes (78.), 6:1 Schneider (80.), 7:1 Schneider (87., Foulelfmeter).
Zuschauer: 120
[/infobox]
„Wir hatten eine schlechte Phase nach der Halbzeit, als wir schon einen Gegentreffer hätten bekommen müssen“, gab Schreier dann zu. „Dieser fiel dann erst später.“ Mario Opdenberg traf zum zwischenzeitlichen 1:3 (70.). Zuvor hatten Stephan Schneider (18.) und zwei Mal Oliver Ritz (25., 60.) zur komfortablen Führung der „Veilchen“ getroffen. Schreier: „Nach dem Tor für Düsseldorf sind wir dann wieder wach geworden.“

Und das Unheil für den SC West nahm seinen Lauf. Goalgetter Tuncay Aksoy (74.), Maik Noldes (78.) und noch zwei weitere Treffer von Schneider (80., 87.) machten den Kantersieg perfekt. „Ich will keinem Gegner zunahe treten, aber gegen Mannschaften, die unter uns stehen, haben wir immer Vorteile“, betonte Schreier, der auch mit seiner Offensive sehr zufrieden war: „Ich wollte von Anfang an nach vorne spielen, das macht die Truppe auch. Es macht Spaß, ist aber nicht nur hurra, hurra. Es gehört noch mehr dazu.“ Also hatte er doch noch etwas auszusetzen: „Wir müssen uns noch mehr bewegen und besser gegen den Ball arbeiten.“

Die Hiesfelder sind auf Rang vier und befinden sich damit im Verfolgerfeld. Anders sieht es beim SC West aus, der nun die „Rote Laterne“ vom 1.FC Bocholt übernahm. „Man muss ein solches Spiel schnell verdauen“, betonte Carulla. „Wir hatten Phasen, in denen wir das Spiel hätten kippen können. Aber dafür stellen wir uns viel zu naiv an.“

Das hohe Resultat stieß dem Coach besonders übel auf: „Wir können jederzeit ein Spiel verlieren, auch von mir aus mal 0:3, aber es kann nicht sein, dass wir uns immer wieder auf die Schlachtbank begeben. Damit machen wir uns zum Gespött der Liga.“

Autor: Christian Krumm

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren