Stellen! Das muss sich heute RWE seinen Fans, von denen trotz der durch die Niederlage in Ahlen komplett vollzogenen Enttäuschung sicher wieder einige erscheinen werden. Nett wird die Atmosphäre bestimmt nicht ab 15 Uhr gegen Unterhaching im Georg Melches-Stadion, dem letzten Auftritt in dieser Zweitligaspielzeit.

RWE: Unterhaching-Match könnte Spießrutenlaufen sein

og
22. Mai 2005, 13:15 Uhr

Stellen! Das muss sich heute RWE seinen Fans, von denen trotz der durch die Niederlage in Ahlen komplett vollzogenen Enttäuschung sicher wieder einige erscheinen werden. Nett wird die Atmosphäre bestimmt nicht ab 15 Uhr gegen Unterhaching im Georg Melches-Stadion, dem letzten Auftritt in dieser Zweitligaspielzeit.

Stellen! Das muss sich heute RWE seinen Fans, von denen trotz der durch die Niederlage in Ahlen komplett vollzogenen Enttäuschung sicher wieder einige erscheinen werden. Nett wird die Atmosphäre bestimmt nicht ab 15 Uhr gegen Unterhaching im Georg Melches-Stadion, dem letzten Auftritt in dieser Zweitligaspielzeit. Nicht für das Team, aber auch nicht für die Verantwortlichen. "Grundsätzlich sage ich nichts vorab zur Aufstellung", grübelt Uwe Neuhaus, neuer Coach bei RWE, "die Mannschaft hat das Recht, darüber persönlich informiert zu werden, nicht darüber in der Zeitung zu lesen." Neuhaus weiter: "Warten wir doch ab, wer rein- oder rausrutscht, schließlich kann man sich im Training immer noch verletzen, Zweikämpfe gehören zum Fußball." Naja, viel werden sich die Akteure nicht getan haben, auch gegen Unterhaching dürfte es keine Treterei geben. Schließlich ist alles geregelt, auch wenn RWE-Präsident Rolf Hempelmann nicht müde wird, auf mögliche Eventualitäten hinzuweisen, die nach Spielzeitabschluss noch auftauchen können. Wie auch immer. Mehr als zu erwarten ist, das Sturmtalent Serkan Calik startet, sollte er seine Leistenprobleme zu den Akten gelegt haben. Das gilt wohl auch für Ali Bilgin, der "wieder voll trainiert, dem Einsatz steht nichts im Weg", wie Neuhaus bestätigt.
Dass die Akteure unter der Woche nicht mit einem permanenten Grinsen herum rannten, war klar: "Bedrückend", nennt Nauhaus die Stimmung, "nicht ausgelassen." Logisch: Man hat versagt, keiner muss Stolz darauf sein, in seiner Vita einen Abstieg zu haben: Wenig kleidsam. Deshalb gibt Neuhaus auch willig die Parole für die finalen 90 Minuten aus: "Wir müssen unseren Zuschauern eine gute Leistung bieten, ich erwarte das totale Engagement, egal wer auch immer aufläuft."
Exakt das sollte das Mindeste sein, was abgerufen wird. Neuhaus nickt: "Wir haben jetzt einen langen Weg vor uns, eine überzeugende Darbietung gegen Unterhaching sollte der erste Schritt in die richtige Richtung werden. Ich will, dass genau dieser gegangen wird." Danach wird sich ein Großteil des Kaders in alle Himmelsrichtungen zerstreuen. Wohl nachdem man sich noch einmal richtig die Leviten lesen lasse musste. Neuhaus: "Ich weiß nicht, ob richtig gepfiffen wird, die Jungs dürfen sich davon nicht beeindrucken lassen, das Team muss jetzt erst recht Charakter zeigen."

Autor: og

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