Er war einer der wenigen Lichtblicke im letzten Match gegen Ahlen. Nach knapp einer halben Stunde für den verletzten Chiquinho eingewechselt, zeigte Dalibor Gataric, warum er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Danijel in den letzten Monaten bereits häufiger mit den Profis trainieren durfte.

RWO: Profi-Premiere geglückt: Dalibor Gataric greift an

cb
17. Mai 2005, 11:17 Uhr

Er war einer der wenigen Lichtblicke im letzten Match gegen Ahlen. Nach knapp einer halben Stunde für den verletzten Chiquinho eingewechselt, zeigte Dalibor Gataric, warum er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Danijel in den letzten Monaten bereits häufiger mit den Profis trainieren durfte.

Er war einer der wenigen Lichtblicke im letzten Match gegen Ahlen. Nach knapp einer halben Stunde für den verletzten Chiquinho eingewechselt, zeigte Dalibor Gataric, warum er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Danijel in den letzten Monaten bereits häufiger mit den Profis trainieren durfte.
Gegen Ahlen machte die etwa einstündige Premiere Mut, die Kritiken waren durchweg positiver Natur. Besonders auffällig: Die Flügelspieler brechen sich die ganze Saison einen ab, um in den Rücken der gegnerischen Abwehr zu gelangen. Dem 18-Jährigen gelang das gegen Routiner Stefan Fengler bereits in der ersten Zweitliga-Halbzeit der noch jungen Karriere einige Male, zudem kamen die anschließenden Flanken dorthin, wo sie hingehören, und zwar ins Strafraum-Zentrum. „Es war eine gute Erfahrung“, gibt sich der Mittelfeld-Spieler bescheiden, „ich war glücklich, dabei zu sein. Ich hatte auf ein paar Minuten am Ende gehofft, dann wurde es sogar mehr als eine Hälfte.“ Zum Lob der Presse und der Kollegen merkt der frisch angehende Abiturient an. „Ich habe mir die größte Mühe gegeben. Es war eine schwierige Situation, in der man natürlich alles geben musste. Ab und zu habe ich schon gemerkt, wie schnell alles geht, da musste ich ein oder zwei Mal ordentlich Luft holen.“
Nach dem positiven Start in die Senioren-Karriere hat der Meister mit den RWO-A-Junioren Blut geleckt. Auch in den letzten beiden Partien der Saison würde Dalibor gerne dabei sein. „Es wäre klasse, wenn es so passiert. Aber ich lasse alles auf mich zukommen.“ Noch-Trainer Eugen Hach erklärt dazu: „Ich habe Dalibor und Danijel dick auf meinem Zettel für Unterhaching.“ Was auch logisch ist, 98 Prozent der jetzigen Mannschaft sind nach dem Ende der Saison weg, die Gataric-Zwillinge nicht, sie werden auch in der Regionalliga für Oberhausen auflaufen. Was käme passender, als etwas Praxis im rauen Zweitliga-Alltag. Mit Blick auf die kommende Drittklassigkeit berichtet Gataric: „Ich will ein gutes Jahr mit der Elf erleben, persönlich ebenfalls weiter kommen. Es wäre sensationell, wenn wir wieder hoch kommen könnten.“ Sein Zusatz: „Wir müssen aber zunächst eine neue Truppe aufbauen. Ich kenne das aus der Jugend, wo man ständig die halbe Mannschaft wechseln musste. Wir haben das dort auch geschafft. Ich freue mich auf die neue Spielzeit, auch wenn es schwierig sein wird, sich sofort einen Stammplatz zu erobern.“
In knapp zehn Wochen weiß er mehr, wesentlich schneller gibt es Gewissheit in Sachen Abi-Noten. Gataric: „Noch haben wir keinen Bescheid, im Juni gibt es Ergebnisse. Aber sicher ist: Ich kann mich die ganze Vorbereitung voll auf den Fußball konzentrieren. Ab August kommt noch der Zivildienst hinzu.“
Und Hach hielt Wort, beide Gataric-Brüder kamen in Bayern zum Zug. Sie bestätigten die bisherigen Meinungen mit unbekümmerten, verheißungsvollen Auftritten.

Autor: cb

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