So schnell, wie der Fahrstuhl mit der zweiten Elf des FC Schalke zu Beginn dieser Saison nach oben geschossen war, so rasant ist der Weg abwärts inzwischen.

S04 II - Mainz II 0:2

Boris hat die Erklärungen satt

30. Oktober 2010, 18:44 Uhr

So schnell, wie der Fahrstuhl mit der zweiten Elf des FC Schalke zu Beginn dieser Saison nach oben geschossen war, so rasant ist der Weg abwärts inzwischen.

Durch das 0:2 (0:1) am vergangenen Samstag gegen Mainz 05 II bleibt die Truppe von Trainer Michael Boris inzwischen in fünf Partien in Folge ohne Sieg, in denen lediglich ein Punktgewinn gelang.

Paradox: Boten die Gelsenkirchener anfangs mäßige Leistungen, fuhren sie aber mit etwas Glück und auch einer Menge Geschick fünf Dreier ein. Nun stimmen meist die Leistungen, aber am Ende der 90 Minuten stehen die Schalker ohne Punkte da. „Ich kann es nicht mehr hören, dass uns der gegnerische Trainer dafür lobt, dass wir gut gespielt haben. So war es in Trier und Dortmund und auch zuletzt daheim gegen Mainz, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Was wir brauchen, ist ein Erfolgserlebnis, dazu haben wir am Freitag in Lotte die nächste Chance“, weiß Boris.

[infobox-right]Schalke 04 II: Unnerstall – Kraska (67. Erwig-Drüppel), Hermsen, Fahrenhorst, Stark – Streit, Latza – Glowacz, Pliatsikas (80. Kühn), Langlitz (46. Pourie) – Quotschalla.
Mainz 05 II: Vogl – Meißner, Kirchhoff, Rose, Götze – Schneider, Riske – Zimmernann, Sliskovic (69. Grimaldi), Grimm (76. Ludwig) - Mertinitz (87. Walthier).
Schiedsrichter: Andreas Robke (Damme).
Tore: 0:1 Sliskovic (12.), 0:2 Sliskovic (46.).
Gelbe Karten: Kühn - Kirchhoff.
Zuschauer: 150.[/infobox]
Mit Vasileios Pliatsikas, aber ohne Christian Pander, fingen sich die Hausherren durch einen Patzer von Keeper Lars Unnerstall, der einen harmlosen Schuss von Petar Sliskovic unterm Bauch durchrutschen ließ, den frühen Rückstand. Unmittelbar nach der Pause erhöhte der Mainzer Offensive auf 2:0 und ließ seinen Coach Martin Schmidt durchatmen. „Wir mussten in der Tabelle nach hinten Raum schaffen und daher ein bisschen Drecksarbeit leisten“, freute sich der Mainzer.

Sein Kollege Boris wird das auch tun müssen. In seiner jungen Elf tummeln sich noch zu viele Kicker, die entweder spielerisch zu überzeugen wissen oder kämpferisches Engagement mitbringen. Beides zusammen klappt noch nicht, doch genau das ist der Schlüssel, um den Abwärtstrend stoppen zu können. „Wir haben jetzt 18 Punkte. Wenn es bis zur Winterpause noch zwei mehr werden und am Ende der Serie 40, wäre das Minimalziel erreicht. Wir wollen aber mehr, und ich bin optimistisch, dass wir bis Weihnachten noch mindestens sechs Zähler einfahren werden“, fordert Boris.

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