Revierderby steigt an der Hafenstraße

ar
15. April 2005, 08:40 Uhr

Mit zwei Abstiegs-Derbys startet der 29. Spieltag der 2. Bundesliga am heutigen Freitag. Essen trifft auf Oberhausen, Erfurt auf Cottbus. Greuther Fürth will gegen Dresden wieder auf einen Aufstiegsplatz klettern.

Derbyzeit im Abstiegskampf. Wenn am heutigen Abend der 29. Spieltag in der 2. Bundesliga mit drei Spielen eingeläutet wird, geht die Abstiegsangst wieder um. Gleich zwei direkte Duelle um den Klassenerhalt stehen an. Und würde das nicht schon Spannung genug garantieren, handelt es sich bei diesen beiden Partien auch noch um Lokal-Derbys. Im Ruhrgebiet kommt es zum Duell der Rot-Weißen zwischen Essen und Oberhausen, im Osten heißt die Paarung Rot-Weiß Erfurt gegen Energie Cottbus. Derweil versucht die SpVgg Greuther Fürth gegen Dynamo Dresden wieder zurück auf einen Aufstiegsplatz zu springen.

Heimstarke Essener treffen auf auswärtsschwache Oberhausener

Acht Punkte aus vier Spielen heißt die ordentliche Bilanz, die Rot-Weiss Essen momentan vorweisen kann. Vor allem auf heimischem Rasen zeigen die Essener ihre Stärke. Dem gegenüber steht die eklatante Auswärtsschwäche des Nachbarn aus Oberhausen. Nur zwei Punkte aus den letzten sechs Spielen stehen zu Buche. Dabei braucht RWO jeden Punkt, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Der Tabellenletzte hat vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Sander kehrt auf Cottbuser Bank zurück

Auch nicht gerade besser sieht es für den Namensvetter aus Erfurt aus. Die Thüringer befinden sich auf Rang 17, zwei Zähler trennen sie vom ersten Nichtabstiegsplatz. Da wäre es an der Zeit, die schlechte Bilanz in den Ostderbys aufzubessern. In den bisherigen Partien konnte der Aufsteiger gerade einmal einen Punkt verbuchen. Sehr ungelegen kommt da der Ausfall von Angel Barletta, der rotgesperrt ausfällt. Bei Energie kehrt Trainer Petrik Sander nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder zurück auf die Bank. Die Lausitzer stehen zwar auf Rang zehn, doch auch sie haben nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Außerdem waren sie zuletzt in der Fremde alles andere als erfolgreich. Drei Auswärtsniederlagen in Folge musste Energie hinnehmen.

Fürth will Krise beenden

Sorgen ganz anderer Art hat die SpVgg Greuther Fürth. Denn während Gegner Dynamo Dresden ebenfalls um den Klassenerhalt bangt, würden die Franken die Liga gerne in die andere Richtung verlassen. Doch nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen ließ 1860 München an den Fürthern vorbei ziehen. So hofft der Viertplatzierte gegen die Sachsen auf einen Sieg. Die Hoffnungen scheinen berechtigt, Dresden steckt nach zwei Niederlagen in Folge wieder mitten im Abstiegskampf.

Autor: ar

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