Norbert Meier bringt es auf den Punkt:

MSV - "Pfefferminz-Tee ohne Zucker"

tt
05. April 2005, 11:18 Uhr

Norbert Meier bringt es auf den Punkt: "Wir sind dabei, das Ding mit Abdelaziz Ahanfouf voranzutreiben."

Norbert Meier bringt es auf den Punkt: "Wir sind dabei, das Ding mit Abdelaziz Ahanfouf voranzutreiben." Damit meint der MSV-Coach die Verhandlungen mit dem marokkanischen Knipser, dessen 13 Saison-Treffer für eine relativ komfortable Verhandlungs-Position gesorgt haben.

Mehrere Vereine haben die Witterung aufgenommen, als ablösefreier Nationalspieler mit Killer-Instinkt zählt der 27-Jährige sicherlich zu den begehrtesten Zweitliga-Cracks. "Es kommt so rüber, als wenn ihm hier nichts angeboten wird", gibt Norbert Meier zu bedenken, "aber das ist nicht der Fall. Wir lassen ihn bestimmt nicht im Regen stehen. Er hat sich bei uns gut bewährt und das Vertrauen zurückgezahlt, aber man darf auch nicht vergessen, dass die letzten vier Jahre wie Pfefferminz-Tee ohne Zucker waren." Will heißen: Momentan werden die finanziellen Möglichkeiten ausgelotet. Meier: "Wir müssen sehen, wie weit wir uns annähern und versuchen, eine Basis zu finden. Selbstverständlich wollen wir Ahanfouf gerne halten." Ewig möchte der EM-Teilnehmer von 1984 nicht warten: "Es muss eine relativ zügige Entscheidung her. Der letzte Zeitpunkt wird nicht Ende Mai sein."

Parallel zu den eigenen Personalien, die noch abgearbeitet werden müssen, stehen die Zebras mit externen Leuten in Kontakt. Dabei rückt Stefan Reisinger vom SV Wacker Burghausen näher in den Blickpunkt des MSV Duisburg. Vom Spieler-Typ eine aufstrebende Alternative zu Ahanfouf.

Zwar sollen sich auch Hannover, Köln, Mönchengladbach und Hamburg auf der Spur des 13-fachen Saison-Torschützen befinden, aber bei den Zebras wäre die Spiel-Chance für den 23-Jährigen sicherlich größer.

"Er ist ein interessanter Spieler, jung, heiß, unverbraucht und fähig", nennt MSV-Chef Walter Hellmich die Vorzüge des ehemaligen Fürthers, "unser Trainer-Gespann hat schon mehrfach bewiesen, dass wir hier talentierte Leute nach vorne bringen können." Von den prominenten Nebenbuhlern lässt sich Walter Hellmich nicht abschrecken, auch nicht von der im Raum stehenden Ablösesumme, die sich im sechsstelligen Bereich bewegen soll: "Wir werden Kontakt zu Wacker Burghausen aufnehmen."

Norbert Meier hält sich wie immer zu Namen jeglicher Art bedeckt. "Wir werden uns sicherlich auch Mal in den Armen liegen, wenn ein Transfer klappt, aber es gibt auch Enttäuschungen und viele Dinge, wo es nicht klappt." Der Coach skizziert: "Da wird dann in den Gesprächen gesagt: Das ist eine tolle Arena, die ihr hier habt. Aber am 31. des Monats, wenn man zur Bank geht, muss alles klar sein. Andere Vereine haben ganz andere Möglichkeiten." Die Alternative - Meier: "Du benötigst immer mehrere auf der Liste, man muss Vorsprung haben vor den anderen Vereinen." Und auch Mal beschwerliche Wege zurücklegen. So spionierte Co-Trainer Heiko Scholz am Samstag im Ausland.

Autor: tt

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