RWE: 20.000 Fans gegen Dresden - Gelsdorf: "Biegen und Brechen"

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31. März 2005, 18:06 Uhr

Das wird knallen. Eine Kulisse von über 20000 Zuschauern am Freitag, 1.April, würde niemanden großartig überraschen. Dynamo Dresden gibt ab 19 Uhr seine Visitenkarte im Georg Melches-Stadion ab.

Das wird knallen. Eine Kulisse von über 20000 Zuschauern am Freitag, 1.April, würde niemanden großartig überraschen. Dynamo Dresden gibt ab 19 Uhr seine Visitenkarte im Georg Melches-Stadion ab. Und nicht nur das Team, die Dynamo-Anhänger sind reisefreudig. Allerdings auch für unruhige "dritte Halbzeiten" bekannt. "Zum Club haben wir ein gutes Verhältnis", erklärt Essens geschäftsführendes Vorstandsmitglied Nico Schäfer, "wir haben in der Regionalliga lange genug zusammen gelitten." Während sich die Semper Oper-Städter allerdings in den letzten Wochen selbst aus dem Abstiegs-Schlamassel zogen, besetzt RWE noch einem Keller-Platz. Für die nächsten Wochen wird noch optional diskutiert, ein Extra-Trainingslager zu beziehen. Coach Jürgen Gelsdorf: "Wir warten ab, wie das Team reagiert, es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen, die man ergreifen kann." Eine zusätzliche Nichtabstiegsprämie wird es nicht geben, die Truppe kann sich einen sowieso im Rahmen der Prämienstaffelung festgelegten Bonus verdienen, "der bestimmt nicht schlecht ist", wie Schäfer erklärt. Reviersport unterhielt sich mit Gelsdorf.

Jürgen Gelsdorf, gegen Dresden muss es zuhause krachen - korrekt?
Das freundschafliche Verhältnis zum Club wird keine Rolle spielen, es geht jetzt an das Eingemachte. Wir haben unser Päckchen zu tragen, Dynamo kann nach einer super Erfolgsserie bereits entspannter auftreten. Wenn Dresden bei uns gewinnen sollte, sind sie für uns nicht mehr einzuholen, siegen wir, ist Dynamo wieder in Reichweite.

Dresden zog bereits den Trumpf Auswärtssieg!
Das haben wir noch nicht geschafft. An der Hafenstraße stehen die Zeichen jedoch unmissverständlich auf Sieg. Dafür werden wir alles einsetzen. Dynamo bewies, was man erreichen kann, wenn man einfach nicht aufgibt. Wir geben auch nicht auf. Vor allen Dingen deshalb nicht, weil wir von den letzten acht Spielen fünf Auftritte zuhause haben. Insbesondere am Freitag unter Flutlicht. Jeder wird den Eindruck von uns gewinnen, dass RWE nichts vom Weg abbringen wird. Meine Jungs haben oft genug gezeigt, wozu sie in der Lage sind.

Zuletzt beim 0:0 in Köln, das sogar in Unterzahl gesichert wurde.
Wir haben einfach die Nerven behalten. Es gibt halt manchmal Matches, die sind nicht zu koordinieren. Fest steht für Freitag: Das wird ein Duell auf Biegen und Brechen, davon bin ich fest überzeugt. Wir müssen einfach eine Top-Leistung abrufen. Die letzten 14 Tage haben wir gut genutzt, der eine machte mehr, der andere weniger.

Wie zum Beispiel Kapitän Bjarne Goldbaek, der sich im Familienurlaub nach Dänemark verabschiedete.
Wir können jetzt noch einmal Vollgas geben. Bjarne wird am Freitag auflaufen. Seine Auszeit war ganz bewusst gewählt, ich hoffe, er ist in der Lage, das Team so wie in der Hinrunde zu führen. Er ist wieder mit Feuereifer dabei.

Marco Kück für den gesperrten Markus Karlsson - Widerspruch?
Nein, Marco läuft neben Hilko Ristau auf.

Autor: og

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