Ruhrpott Kicker Bottrop, ein Name wie aus der Hobbyliga. Kein Wunder, denn genau daher kommt der 1998 gegründete Verein aus Bottrop ursprünglich auch.

Ruhrpott Kicker Bottrop

"Der Aufstieg in die B-Liga steht im Fokus"

Timo Bruhnke
24. Oktober 2010, 10:37 Uhr

Ruhrpott Kicker Bottrop, ein Name wie aus der Hobbyliga. Kein Wunder, denn genau daher kommt der 1998 gegründete Verein aus Bottrop ursprünglich auch.

Doch nach Hobbyliga sieht das aktuelle Auftreten der Mannschaft nicht aus, immerhin ist man ungeschlagener Tabellenführer der Kreisliga C in Bottrop. Nach acht Spielen hat der Klub die komplette Punkteausbeute von 24 Punkten eingesammelt, dazu kommt noch das sagenhafte Torverhältnis von 49:3. Eine beeindruckende Zwischenbilanz.
Auch in der Hobbyliga sorgten die Ruhrpottkicker für Furore, denn man stieg schon vier Jahre nach der Gründung in die höchste Spielklasse auf. Die ersten Titel ließen auch nicht lange auf sich warten: 2006 gewann der Klub den Pokal der Hobbyliga. Kurz darauf, im Jahr 2007, holten die Schwarz-Weißen zum ersten Mal die Meisterschaft.

2008 entschieden sich die Verantwortlichen dazu, den Schritt in den Amateurfußball zu wagen und sich für die Kreisliga C Oberhausen-Bottrop anzumelden. Die erste Saison beendete man auf einem guten sechsten Tabellenplatz, ein erster Erfolg für den Neuling.

Und die rasante Entwicklung soll ungebremst weitergehen: „Der Aufstieg in die Kreisliga B steht im Fokus und irgendwann wollen wir den A-Liga-Aufstieg realisieren“, gibt Geschäftsführer Daniele Lopari unumwunden zu. Die Chancen, dass das erste Ziel schon in dieser Saison erreicht wird, stehen gut. Einer der Garanten für den Erfolg ist Stürmer Dennis Prien: „Dennis spielt seit der Gründung für unseren Verein, er ist mit seinen elf Saisontoren einer der wichtigsten Spieler in der aktuellen Saison“, lobt Geschäftsführer Lepori den Angreifer, betont dabei aber: „Das Team steht im Vordergrund. Ohne den Rest der Mannschaft könnte auch Dennis nicht treffen.“

Dass inzwischen schon in den untersten Klassen vereinzelt Geld gezahlt wird, um schnell nach oben zu kommen, kann Lepori nicht verstehen. „Das Besondere an unserem Verein ist, dass alle aus Spaß spielen und nicht nur für Geld. So etwas erlebt man kaum noch im Kreisligafußball.

Genau aus diesen Gründen kamen sogar einige Spieler aus höheren Ligen. „Es sind einige gekommen, die einfach wieder Spaß am Fußball haben wollten und sich deshalb den Ruhrpott Kickern zur Verfügung gestellt haben.“

Der Spaß wird den Kickern aus Bottrop nicht vergehen : „Wir haben einen guten Trainer und ein sehr gutes Mannschaftsgefüge. Das ist doch letztlich das entscheidende im Amateurfußball.“ Wenn man das zusammenhalten kann, können die Ruhrpottkicker sicherlich noch hohe Ziele erreichen.

Autor: Timo Bruhnke

Mehr zum Thema

Kommentieren