Der SC Wiedenbrück wollte vor seiner Premierensaison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse für Furore sorgen. Die Realität sieht ernüchternd aus.

SC Wiedenbrück: Stratos

"Schlechteste Spiel unter meiner Regie"

Krystian Wozniak
21. Oktober 2010, 15:07 Uhr

Der SC Wiedenbrück wollte vor seiner Premierensaison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse für Furore sorgen. Die Realität sieht ernüchternd aus.

„Wir haben zu viele Gegntore kassiert“, sagt SCW-Coach Thomas Stratosder und relativiert: „Das resultierte daraus, dass wir sehr offensiv ausgerichtet agieren. Ich spiele nunmal lieber 4:4, als 0:0. Trotzdem müssen wir unsere Defensivleistung verbessern“, fordert der gebürtige Grieche.

Was dem Ex-Arminen aber nach einem Viertel der Saison am meisten geärgert hat, war die 0:3-Klatsche beim Kreisderby in Verl. „Das war gar nichts. Das war mit Abstand, das schlechteste Spiel unter meiner Regie. Die Mannschaft hat 90 Minuten lang nicht stattgefunden“, ist der ehrgeizige Übungsleiter immer noch über die „Lehrstunde“ gegen den Nachbarn von der Verler Poststraße angefressen. Damit sich solch eine Vorstellung im weiteren Saisonverlauf nicht mehr wiederholt, verlangt der 44-jährige Familienvater von seinen Jungs noch mehr Engagement. „Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen. Bisher hatten wir, bis auf Verl, gegen jeden Gegner unsere Chancen. Doch um Siege einzufahren, muss jeder noch mehr tun.“

In den letzten beiden Spieleen gegen Wupeprtal (0:2) und Münster (0:2) haben die Stratos-Kicker zwar um einiges besser gespielt, als noch gegen Verl, doch am Ende stand der Aufsteiger wieder mit leeren Händen da. "Sowohl gegen Wuppertal, als auch gegen Müsnter hätten wir gewinnen müssen. Wir haben unglaublich gute Torchancen, die wir einfach nicht im Stande sind zu nutzen", hadert der Familienvater mit dem Unvermögen und ist guter Dinge, dass dieses beim nächsten Auftritt bei Eintracht Trier (Samstag, 14 Uhr) ein Ende haben wird. "Wir fahren auch voller Selbstbewusstsein nach Trier. Wenn wir vorne kaltschnäuziger agieren, brauchen wir uns vor keinen Gegner in dieser Liga zu verstecken."

Autor: Krystian Wozniak

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