Im Spekulations-Monat März wirkt MSV-Trainer Norbert Meier locker und gelöst. Mit seinen Zebras ist der Duisburger Linien-Chef auf Kurs, fuhr mit dem 1:0 in Unterhaching den dritten Sieg in Serie ein. Verfrühte Glückwünsche nimmt er aber auch bei acht Punkten Vorsprung auf Rang vier nicht an.

MSV DUISBURG: Meier: "Sind nicht Bayern"

18. März 2005, 12:25 Uhr

Im Spekulations-Monat März wirkt MSV-Trainer Norbert Meier locker und gelöst. Mit seinen Zebras ist der Duisburger Linien-Chef auf Kurs, fuhr mit dem 1:0 in Unterhaching den dritten Sieg in Serie ein. Verfrühte Glückwünsche nimmt er aber auch bei acht Punkten Vorsprung auf Rang vier nicht an.

Im Spekulations-Monat März wirkt MSV-Trainer Norbert Meier locker und gelöst. Mit seinen Zebras ist der Duisburger Linien-Chef auf Kurs, fuhr mit dem 1:0 in Unterhaching den dritten Sieg in Serie ein. Verfrühte Glückwünsche nimmt er aber auch bei acht Punkten Vorsprung auf Rang vier nicht an.

"Mein Wunsch, die 50-Punkte-Marke zu erreichen, ist in Erfüllung gegangen, aber jetzt müssen wir zuhause gegen Aue nachlegen. Das ist wie ein Champions League-Finale, danach folgt eine zweiwöchige Spiel-Pause", möchte der Fußball-Lehrer unbedingt mit einem weiteren Erfolgs-Erlebnis Richtung Oster-Tage einbiegen.
Auch an der Vertrags-Front sollen weiter Nägel mit Köpfen gemacht werden. Meiers Motto: "Erst Mal die Aufgaben im eigenen Stall erledigen."

Pavel Drsek und Aziz Ahanfouf, der in Haching mit seinem frechen Heber über Omodiagbe und dem anschließenden Siegtor wieder für Aufsehen sorgte, warten noch mit ihren Entscheidungen, ob sie bei den Zebras bleiben. MSV-Chef Walter Hellmich sprach mit Ahanfoufs Berater. Andere Vereine haben die Angel nach dem Marokkaner ausgeworfen. Norbert Meier: "Da bin ich immer vorsichtig. Grundsätzlich müssen wir hier mit unserem Geld haushalten und mit den Spielern einen Konsens finden. Wir sind weder Bayern oder Schalke, spielen auch nicht im Uefa-Cup oder in der Champions League. Davon sind wir ganz weit entfernt, das Ganze muss im Rahmen bleiben."

Heißt übersetzt: Die Duisburger Verantwortlichen müssen mit viel Fingerspitzen-Gefühl und Überzeugungs-Arbeit auftreten. Meier: "Ich finde es auch toll, was alles in diversen Internet-Foren steht, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen." Eine Spekulation, wie zum Beispiel den von Hamburg nach Mallorca ausgeliehenen Angreifer Bernardo Romeo zum MSV zu lotsen, entbehrt jeder Grundlage. Meier: "Wir können für einen Spieler auch keine 400.000 Euro Ablöse zahlen, wo andere Vereine nur drüber lachen." In diese Kategorie fällt zum Beispiel Burghausens begehrter Stürmer Stefan Reisinger (23), an dem Köln und Hannover dran sein sollen. Der Duisburger Trainer stellt klar: "Der MSV stand kurz vor dem Abgrund, durch das Engagement von Walter Hellmich entstand nicht nur die neue Arena, sondern der Verein bekam auch wieder Boden unter die Füße. Das kann man jetzt nicht einfach alles beiseite legen."

Auch die Fährte André Bergdölmo (33/Borussia Dortmund) scheint eher in eine Sackgasse zu führen. Der Norweger weilte kürzlich zwar in der MSV-Arena, aber nur, weil sein Bekannter den MSV-Test gegen Uruguays National-Team (2:2) eingefädelt hatte. "Bergdölmo ist sicherlich ein guter Spieler, aber wir haben nicht mit ihm verhandelt", sagt Norbert Meier.

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