Die Klassenkampf-Endspielserie der Oberhausener in elf Teilen. Folge eins: Zubrot gegen den FC Podolski. In den Tagen seit dem Match gegen die Frankfurter Eintracht hat es mächtig gerappelt rund um das RWO-Gelände.

RWO: Punkte-Zubrot gegen Köln trotz blanker Defensive

cb
11. März 2005, 13:41 Uhr

Die Klassenkampf-Endspielserie der Oberhausener in elf Teilen. Folge eins: Zubrot gegen den FC Podolski. In den Tagen seit dem Match gegen die Frankfurter Eintracht hat es mächtig gerappelt rund um das RWO-Gelände.

Die Klassenkampf-Endspielserie der Oberhausener in elf Teilen. Folge eins: Zubrot gegen den FC Podolski. In den Tagen seit dem Match gegen die Frankfurter Eintracht hat es mächtig gerappelt rund um das RWO-Gelände. Grund: Die Art und Weise, wie man sich nach dem 0:1 ergab, einige Kicker wurden gar nicht mit zum abgesagten Auswärts-Trip genommen. In Karlsruhe wollte RWO-Coach Eugen Hach eine Elf aufbieten, die zumindest vom Kampf 100 Prozent geben sollte. Eine neue Geschichte sollte eingeleitet werden. Die Reaktion der "Kleeblätter" fiel leider dem Wetter zum Opfer, nun soll ein neuer Team-Charakter gegen den 1.FC Köln zu sehen sein.
"Ich kann das Ergebnis nicht vorhersagen, aber ich verspreche, wir sehen eine RWO-Elf, die alles gibt", erklärt Hach vor den 90 Minuten gegen den ersten Aufstiegsfavoriten der Klasse. Und das liegt zu einem großen Teil natürlich an Lukas Podolski, dem Shootingstar am deutschen Stürmerhimmel. Der tritt anscheinend gerne gegen die Westclubs an. Gegen Essen und Oberhausen traf der FC fünf Mal, alle Tore gehen auf das Konto des Jungstars. Hach erklärt: "Er ist sicher ein überdurchschnittlicher Spieler, der ein ganz Großer werden kann. Wir müssen und werden uns etwas einfallen lassen. Auch wenn es für Köln nicht gut läuft, entscheidet er die Partien."
Erster Kandidat für die Wachhund-Aktion, auf die laut Hach "zwei oder drei Jungs richtig heiß sind": Ralf Keidel, der wohl nach seiner Sperre in der Viererkette auflaufen wird. Hintergrund: Thomas Cichon ist gesperrt, André Izepon Astorga verletzt, Hugo Costa und Anthony Tiéku angeschlagen. Nur Benjamin Reichert konnte bis zum heutigen Donnerstag beschwerdefrei trainieren. "Unser einzig fitter Mann", bestätigt der Trainer seine Defensivprobleme.
Ein genaues Bild vom FC konnte sich Hach zusammen mit seinem Assistenten Jürgen Luginger am Montag machen, als das Duo die Begegnung gegen Saarbrücken (3:1) beobachtete. Hach analysiert: "Immer wenn der Gegner das Gefühl hatte, dran zu sein, schlug Köln zu. Wir haben auf der Tribüne 15 Sekunden vor dem 1:0 darüber gesprochen." Apropos Tribüne: Noch nicht klar ist, ob die zuletzt pomadig auftretenden Streichkandidaten aus Karlsruhe auch gegen die Domstädter die besten Zuschauerplätze bekommen werden. "Nicht so wichtig", wiegelt der Coach ab, "für mich ist und war entscheidend, die zu sehen, die nominiert sind. Ich werde die neue Entscheidung kurzfristig treffen."
Wichtig ist dem ehemaligen Aachener: "Ich will nicht nochmal so etwas sehen, wie gegen Frankfurt, als uns Bierbecher der Fans um die Köpfe flogen. Dafür müssen die elementaren Dinge wie Einsatz und Leidenschaft wieder stimmen, und die werden wir am Freitag sehen." Hach berichtet aus dem Trainingsbetrieb: "Die Stimmung ist sehr angespannt, es knistert, alle versuchen, sich zu konzentrieren. Die Spannung aus Karlsruhe ist hoffentlich transportiert worden." Zudem betont Hach: "Die, die spielen, sollen sich freuen, gegen so einen Gegner auf dem Platz zu stehen. Es muss Spaß machen, zusätzliche Motivation ist garantiert. Auch will ich nicht nur über Köln sprechen. Ohne vermessen zu klingen, auch wir haben unsere Stärken." Zum Schluss zeigt sich ein kämpferischer Trainer: "Ich bin immer noch überzeugt von meiner Mannschaft und dem Klassenerhalt. An so einem Match kann man auch wachsen."

Autor: cb

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