Matko Kalinic war wahrlich nicht zu beneiden. Da bot der etatmäßige Ersatz-Keeper der Oberhausener in seiner ersten Partie über neunzig Minuten eine richtig gute Leistung, ließ den markigen Worten vor dem Match (RS berichtete) durchaus Taten folgen.

RWO: Kalinic’ Startelf-Debüt mit gemischten Gefühlen

gri
13. Februar 2005, 20:58 Uhr

Matko Kalinic war wahrlich nicht zu beneiden. Da bot der etatmäßige Ersatz-Keeper der Oberhausener in seiner ersten Partie über neunzig Minuten eine richtig gute Leistung, ließ den markigen Worten vor dem Match (RS berichtete) durchaus Taten folgen.

Matko Kalinic war wahrlich nicht zu beneiden. Da bot der etatmäßige Ersatz-Keeper der Oberhausener in seiner ersten Partie über neunzig Minuten eine richtig gute Leistung, ließ den markigen Worten vor dem Match (RS berichtete) durchaus Taten folgen. Und dennoch stand er am Ende mit leeren Händen da, blieb auch in seinem dritten Pflichtspiel-Einsatz ohne Punktgewinn. „Das ist wirklich bitter. Ausgerechnet der schlechteste Schuss geht ins Netz“, stöhnte der 25-Jährige nach dem Schlusspfiff. Und dabei konnte er sich noch nicht einmal einen Vorwurf machen, bei der unfreiwilligen Bogenlampe des Cottbusers Lars Jungnickel wäre wohl auch Stamm-Torwart Oliver Adler machtlos gewesen. Besonders ärgerlich, da der Vertreter sich nach einem holprigen Start von Minute zu Minute steigerte und am Ende zum stärksten RWO-Akteur avancierte.
Trotzdem nimmt Kalinic sich nicht aus der Kritik aus: „Die Mannschaft hat insgesamt keine gute Leistung gezeigt. Wir haben zwar alles versucht, konnten uns aber keine Chancen erarbeiten.“ Die Bodenverhältnisse will der Mann mit der Rückennummer 18 nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Auf diesem Platz war es natürlich schwer, gut zu spielen. Trotzdem: In einem Heimspiel muss man ganz anders auftreten und viel aggressiver in die Zweikämpfe gehen.“
Dass es noch einen anderen Grund für die Niederlage gibt, ist auch dem Kroaten klar: „Ich will nicht wissen, wie viele Treffer wir in dieser Saison schon nach Standard-Situationen kassiert haben. In den entscheidenden Momenten fehlt die Konzentration.“
Obwohl sein erster „Neunzig-Minüter“ mit einer Pleite endete, darf der „Schnapper“ sich als Sieger fühlen, wie Trainer Eugen Hach betont: „Über Matko habe ich mir vor dem Spiel keine Gedanken gemacht. Er ist einer, der in Olli Adlers Fußstapfen treten kann.“ Und das auch verbal, Kalinic ist ein Freund klarer Worte: „Das Match sollte schnell abgehakt werden, wir müssen weiter kämpfen.“ Das wird er bei der nächsten Partie in Burghausen (Sonntag, 20. Februar, 15 Uhr) wohl von der Bank aus machen müssen, da Adler seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat. Dennoch ist nun auch den skeptischen „Kleeblättern“ klar, dass man noch jemanden in der Hinterhand hat, der jederzeit ohne Herzinfarkt-Gefahr in die erste Elf rein geworfen werden kann. Ein beruhigendes Gefühl in unruhigen Zeiten.

Autor: gri

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