Nicht unter die Hufe kommen! Genau das darf RW Essen am Sonntag, 13.Februar, ab 15 Uhr nicht an der Hafenstraße. Die

Gelsdorf erwartet Fit-Meldungen vor MSV-Gastspiel

11. Februar 2005, 10:01 Uhr

Nicht unter die Hufe kommen! Genau das darf RW Essen am Sonntag, 13.Februar, ab 15 Uhr nicht an der Hafenstraße. Die "Spitzen-Zebras" des MSV Duisburg gastieren im Georg Melches-Stadion, der Tabellenführer der zweiten Liga stellt sich beim Vorletzten der Klasse vor.

Gelsdorf erwartet Fit-Meldungen vor MSV-Gastspiel
Stimmung auf den Rängen, Feuer
auf dem Platz: "Hitziges Fest"

Nicht unter die Hufe kommen! Genau das darf RW Essen am Sonntag, 13.Februar, ab 15 Uhr nicht an der Hafenstraße. Die "Spitzen-Zebras" des MSV Duisburg gastieren im Georg Melches-Stadion, der Tabellenführer der zweiten Liga stellt sich beim Vorletzten der Klasse vor. Die Fronten scheinen geklärt. Zeuge der Veranstaltung sollten "bis zu 20.000 Zuschauer sein", hofft Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von RWE.
Für das Revierderby sind bislang 10.000 Karten im Vorverkauf abgesetzt worden, es stehen für die Nord- und Osttribüne nur noch Stehplatzkarten zur Verfügung, Sitzplatz-Tickets sind ausverkauft. Insgesamt werden aus der Nachbarstadt 3300 Fans erwartet.
"Meine Jungs und ich hoffen, es wird am Sonntag keine Maus mehr ins Stadion passen", baut Essens Coach Jürgen Gelsdorf auf die Kulisse. Der 52-Jährige: "Es wird bestimmt hitzig. Darauf müssen wir uns einstellen." Übersetzt: Stimmung auf den Rängen, Feuer auf dem Platz. Schäfer: "Trotzdem soll es ein Fest werden." Professor Dr. Markus Buchberger, RWE-Vorstandsmitglied: "Wichtig ist, dass der Schiedsrichter ein genaues Auge auf die Aktionen hat." Die 90 Minuten sind als sogenanntes Brisanz-Spiel eingeordnet.

Um einigermaßen spielerisch in Tritt zu bleiben, wich RWE unter der Woche zeitweise auf den Kunstrasen der Platzanlage am Steeler Wasserturm aus. "Die Jungs haben das auf dem ungewohnten Untergrund gut gelöst", zollt Gelsdorf Lob.
Nicht mit dabei wird weiterhin Silvio Pätz sein, der die Nachwirkungen der Knie-Operation spürt. Weiter ist Vivaldo Nascimento, der am Mittwoch zweimal beim Team arbeitete. "Abwarten, ob ich ihn bereits am Sonntag mit dazu nehme, defensiv brennt es nicht, deshalb wird das eher nicht der Fall sein", umreißt Gelsdorf.

Im Fall Markus Karlsson folgte Gelsdorf den Ratschlägen der medizinischen Abteilung und gönnte dem neuverpflichteten Schweden - der mit einer Knieprellung im Revier ankam - noch eine seperate Einheit mit Sportphysiotherapeut Thomas Zetzmann. Der Fußball-Lehrer: "Ich habe mich von den Fachleuten überzeugen lassen, ich gehe davon aus, dass er am heutigen Donnerstag mit der Truppe arbeitet." Für Gelsdorf ist Karlsson dann "auf jeden Fall eine Alternative für Duisburg, wenn Markus sich gut fühlt." Prognose: Negativ.

Gut fühlte sich Marcus Wedau unter der Woche noch nicht, aus Erfurt brachte er einen Bluterguss mit, der ins Knie lief. Der Ex-Ahlener wurde ausgklinkt. Wie weiterhin auch Sebastian Schoof: "Der Faserriss lässt den Sonntag noch nicht zu", zuckt der ehemalige Leverkusener enttäuscht mit den Schultern. Kapitän Bjarne Goldbaek spürt seinen Rücken, so dass der Däne "einen Spezialisten aufsuchte, den er noch von seiner S04-Zeit kennt", grübelt Gelsdorf. Den russischen Chiropraktiker Aravski, wo sich Schalker und Bochumer Profis die Klinke in die Hand geben.

Das verkniffene Gesicht von Torjäger Francis Kioyo, das der Kameruner auf dem Weg zum Mittagessen beim Vereinswirt mit einem erklärenden Griff an seinen Rücken zeigte, nahm Gelsdorf eher entspannt zur Kenntnis: "Francis hat das Trainingsspiel verloren, er ist ein echter Hüne, der seinen Körper schon Mal spürt." Auf die fitte Rückkehr von Radoslav Kaluzny, der am gestrigen Mittwoch beim Länderspiel gegen Weißrussland weilte, wartet Gelsdorf. Kein Zweifel, dass der 31-Jährige dann gegen Duisburg aufläuft. Was auch bei Ramazen Yildirim möglich ist, "der wieder voll mitmacht", wie Gelsdorf erklärt, "allerdings dürfte er noch Probleme über die gesamte Distanz haben, auch wenn er das anders sieht." Fazit: Es gibt so einige medizinische Fragezeichen, so dass am Mittwoch auch Vereinsarzt Dr. Jan Becker einen Extra-Termin an der Hafenstraße einschob.

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