Trotz 1:0-Führung gab es in der 2. Bundesliga für Rot-Weiß Oberhausen im Gastspiel beim MSV Duisburg nichts zu holen. Erst verlor RWO beim neuen Tabellenführer Keidel und Adler, dann die Partie mit 1:4.

1:4! Schock-Minute für RWO Anfang vom Derby-Ende

04. Februar 2005, 22:55 Uhr

Trotz 1:0-Führung gab es in der 2. Bundesliga für Rot-Weiß Oberhausen im Gastspiel beim MSV Duisburg nichts zu holen. Erst verlor RWO beim neuen Tabellenführer Keidel und Adler, dann die Partie mit 1:4.

Dank des überragenden dreifachen Torschützen Markus Kurth hat Zweitligist MSV Duisburg seine Aufstiegsambitionen untermauert und zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernommen. Die "Zebras" gewannen das Niederrhein-Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen 4:1 (2:1) und feierten damit den zehnten Sieg im elften Heimspiel. Die letztlich auf neun Spieler dezimierten Gäste dagegen bleiben nach ihrer ersten Rückrunden-Niederlage in Abstiegsgefahr. "Wir haben gerade in den ersten 20 Minuten nicht gut gespielt, es gab viele Fehlpässe, wir gerieten in Rückstand. Doch dann noch ein Mal zurückzukommen, das zeichnet eine gute Mannschaft aus", freute sich Matchwinner Markus Kurth.

Kurth war nach Oberhausens Führung durch Nico Frommer (15.) mit seinen Saisontoren Nummer sieben bis neun (35., 40. und 46.) schon zum überragenden Spieler avanciert, bevor Alexander Bugera (76.) vor 18.040 Zuschauern das Ergebnis noch höher schraubte. MSV-Torjäger Abdelaziz Ahanfouf verschoss zudem noch einen Foulelfmeter (59.). RWO verlor außer den Punkten durch Platzverweise auch Abwehrspieler Ralf Keidel (36./Tätlichkeit) und Torhüter Oliver Adler (70./wiederholtes Foulspiel).

Fünf Tage nach dem 1:4 beim 1. FC Saarbrücken taten sich die Gastgeber zunächst schwer. Frommer nutzte eine Unachtsamkeit in der MSV-Abwehr zur Führung. Danach folgte Kurths großer Auftritt. Erst köpfte der Ex-Kölner einen Freistoß von Dirk Lottner zum Ausgleich ein und brachte sein Team anschließend per Abstauber auf die Siegerstraße. Sekunden später der nächste RWO-Schock: Der bis dahin starke Ralf Keidel rastete gegen Ahanfouf aus, verteilte eine Kopfnuss - Rot! Kurths Kopfball-Tor eine Minute nach der Pause bedeutete die Entscheidung in einem feurigen Duell, das erst nach dem Wechsel einseitigen (Überzahl)-Charakter gewann. .

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