Tore, Tore, Tore: Im Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken gab es sie wieder einmal am Fließband, wobei so mancher Trainer kurz vor der Verzweiflung stand.

DU: Kreisliga kompakt

"Ohne Tore kann man nicht gewinnen"

Florian Kohl / Maximilian Molik / Tim Abendroth
11. Oktober 2010, 17:01 Uhr

Tore, Tore, Tore: Im Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken gab es sie wieder einmal am Fließband, wobei so mancher Trainer kurz vor der Verzweiflung stand.

Kreisliga A1

Die Liga ist ausgeglichener, als es beim ersten kurzen Blick auf die Tabelle den Anschein hat. Der Duisburger FV zum Beispiel, hat sich nach einem miserablen Saisonstart (Trainer Berkan Serifoski: "Die ersten beiden Spiele haben wir auf gut deutsch verkackt.") nun Woche für Woche nach oben gearbeitet und widersetzte sich gleich mehrfach den bis dahin dominierenden Teams. Der 3:1-Erfolg beim Spitzenreiter Heimaterde zeigt, so Serifoski, "dass unsere Mannschaft nur Respekt vor guten Gegnern haben muss, aber auf keinen Fall Angst. Mülheim spielt meistens einfach den Ball nach vorne und macht deswegen eben auch so viele Tore, aber meine Innenverteidigung ist wirklich sehr fit und außerdem funktioniert die Viererkette inzwischen so gut, dass wir da kaum noch was mehr anbrennen lassen."

Der Spieler des Tages hieß Adnon Munishi, der alle drei Tore erzielte - und das obwohl Heimaterde zwischenzeitlich sogar der Ausgleich zum 1:1 gelang (36.) und der DFV nach dem Platzverweis für Hüseyin Bitis in Unterzahl spielen musste. "Die Gelb-Rote Karte war okay, aber die erste Gelbe Karte, die er sich wegen Meckerns abgeholt hatte, die darf man sich einfach nicht leisten. Außerdem hätten wir neben dem Elfmeter, der zum ersten Tor geführt hat, noch einen weiteren bekommen müssen - aber das hat sich der Schiedsrichter nicht getraut." Dennoch ist Serifoski vollauf zufrieden, denn "die Jungs zeigen, dass sie unbedingt weiter nach oben wollen, und mit einem Sieg nächste Woche gegen Saarn kann uns das auch gelingen."

Ein anderes Spiel ließ ebenfalls aufmerken: Der Sieg Croatia Mülheims gegen den SV Hamborn. "In dieser Liga kannst du gegen jeden gewinnen", war sich Croatia-Coach Robert Babic sicher. Als klar überlegenes Team hätte sich seine Truppe noch einen höheren Sieg sichern können, aber den Hambornern genügten zwei Standardsituationen um den bis dahin bestehenden Zwei-Tore-Vorsprung zu egalisieren. "Wir waren dann etwas hektisch und haben zum Glück trotzdem noch kurz vor Schluss das völlig verdiente Siegtor geschossen. Eigentlich hätten wir das Spiel aber eher mit 4:0 oder 5:0 gewinnen müssen.", stellte Babic hin- und hergerissen zwischen Kopfschütteln und Hochachtung fest.

In den weiteren Partien setzte sich die GSG wie erwartet klar mit einem 8:2 gegen den TSV Broich durch und Huckingen gelang auch auswärts bei Heißen nicht der erhoffte Befreiungsschlag - stattdessen gab es wieder fünf Tore auf die Mütze, woran auch die zwei selbst erzielten Tore nichts ändern konnten.

Kreisliga A2

Und sie können es doch noch! Nach nun schon sechs - teilweise hohen - Niederlagen in Folge hat RWS im Kellerduell gegen Wacker Walsum den zweiten Saisonsieg eingefahren. Bereits nach einer Viertelstunde führten die Platzherren mit 2:0 nach Toren durch Ahmet Kubatoglu und Doppeltorschütze Orhan Temel, der auch das spielentscheidende 3:0 machte. Zwar konnte Wacker nach einem Treffer von Frederic Lüger erneut ein wenig Hoffnung schöpfen, aber spätestens als der Ball nach Abschluss von Ergin Karakiraz zum vierten Mal im Wacker-Netz zappelte (75.), war die Sache entschieden. Zwar ist RWS nach wie vor das Tabellenschlusslicht, aber schon mit dem nächsten Dreier könnte man auf Platz 13 vorrücken.

Der Vfvb Ruhrort ließ am Sonntag jeglichen Anstand vermissen und trotzte dem Gastgeber und Spitzenreiter Viktoria Wehofen einen Punkt ab, sodass dieser sogar von seinem Thron gestoßen und vom TV Voerde überholt wurde. Das Spiel selbst wurde vor allem dadurch sehenswert, dass beide Tore durch Strafstöße zustande kamen. Den ersten verwandelte Sadat Lusnjani noch für die Viktoria (40.), nachdem sein Gegenspieler, Mirko Nowak, ihn im Strafraum umgerissen hatte. Da er letzter Mann war, bekam er von Schiedsrichter Wolfgang Müller glatt Rot, wobei selbst Wehofens Trainer Ahmet Tutal eingestand: "Der Elfmeter war vollkommen okay, aber man hätte auch Gelb zeigen können. Das war schon bitter für den Spieler." Der Ausgleich kam zustande, als die Ruhrorter über die Außenbahn anstürmten und deren Spieler ebenfalls im Strafraum unfair beharkt wurde. "Auch das war okay, aber da muss unser Spieler eigentlich gar nicht so reingehen", so Tutal. Sein Fazit: "Wer die Tore nicht macht, der kann kein Spiel gewinnen."

[b]Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in den B-Kreisligen[/b]

Autor: Florian Kohl / Maximilian Molik / Tim Abendroth

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