Ein Team in der Kreisliga B 2 ist nur noch Kanonenfutter. Aber auch gegen Erles Zweite muss man das Kunststück, das Adler Feldmark II gelang, erst einmal schaffen.

GE: Kreisliga kompakt

Kunststück: Acht Tore in einer Viertelstunde

11. Oktober 2010, 15:48 Uhr

Ein Team in der Kreisliga B 2 ist nur noch Kanonenfutter. Aber auch gegen Erles Zweite muss man das Kunststück, das Adler Feldmark II gelang, erst einmal schaffen.

Kreisliga A 1

Das war zu wenig! Die SpVgg. Erle 19 hat gegen Adler Ellinghorst beim 1:1 auf eigenem Platz zwei Punkte liegen lassen. Das sah Trainer Karl Englich genauso: „Wir haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt, da ist so ein Ergebnis natürlich ärgerlich, ich habe zu meinen Jungs in der Kabine gesagt: 'Ihr habt Angst, zu gewinnen!' Der Fehler war, nicht das 2:0 nachzulegen. Und ein Spieler hat vor dem Ausgleich Angst, dass er Rot kriegt und läuft nebenher. Dabei war das an der Mittellinie. Aber so ist das, wenn man eine junge Mannschaft hat.“ Die möchte Englich allerdings mit keinem tauschen – und nicht nur er ist der Meinung, dass seine "Veilchen" den besten Ball der Liga zocken. „Wer mich kennt, weiß dass die zweite Saisonhälfte unsere Zeit sein wird“, lässt der Trainerfuchs schon mal eine Kampfansage in Richtung Spitzenreiter los.

Der heißt FC Gladbeck und machte es wie immer: Unspektakulär! Aber auch an der Braukämperstraße gab es am Ende nichts zu deuteln. Mit 2:0 siegte die Knappmann-Elf und hat weiterhin eine blütenweiße Weste und nun sechs Zähler Vorspung.

Die „Forsthaus-Buben“ von Erle 08 feierten gegen Aufsteiger Middelich-Resse den höchsten Saisonsieg. Beim 5:0-Erfolg des Traditionsklubs trafen fünf verschiedene Akteure, da kann man am nächsten Wochenende mit breiter Brust nach Feldhausen reisen. Denn die Kirchhellener präsentierten sich ihrerseits nicht gerade in Gala-Form: Bei den Gladbecker Preußen, bisher nicht gerade als Torfabrik in Erscheinung getreten, setzte es eine herbe 1:5-Schlappe.

Kreisliga A 2

Ja, wir finden es auch langweilig: Der SSV/FCA Rotthausen marschiert vorneweg und Hessler 06 hinterher. Seit nunmehr sechs Spieltagen ist am Sonntagabend eigentlich die einzige Frage: Wer hat denn nun höher gewonnen? Und dass Westfalia Gelsenkirchen es dem Spitzenreiter um Mark Greine schwer machte, am Ende aber doch nicht das Wasser reichen konnte (0:3), geht auch nicht gerade als faustdicke Überraschung durch.

Verfolger Blau-Weiß Gelsenkirchen konnte gegen DJK/TuS Rotthausen II nur einen Punkt ergattern, hätte Marc Höwing nicht mit dem Schlusspfiff noch den 1:1-Ausgleich markiert, hätte das Team von Joachim Lipinski sogar mit völlig leeren Händen dagestanden. „Das war die letzte Aktion“, wusste Ralf Poddey zu berichten. Der erste Vorsitzende war mit dem Ergebnis vom Sonntag „überhaupt nicht zufrieden“: „Wir haben dominiert und das Spiel bestimmt, im Strafraum dann aber viel zu umständlich agiert.“

SSV Rotthausen und Hessler sieht der BW-Chef aber noch nicht außer Reichweite. "Das Wort 'Bezirksliga' haben wir noch nicht komplett aus unserem Vokabular gestrichen. Die Mannschaft ist jung und hat Potenzial. Im Moment haben wir allerdings zu viele Verletzte, unser Kader ist nur 17 Mann stark, da ist das nicht leicht zu kompensieren.“

Aus der Bezirksliga kommen die Sportfreunde Gelsenkirchen und die müssen nach der fünften Niederlage in Serie ihren Blick nun nach unten richten. Gelingt den 07/12ern auch am nächsten Sonntag gegen RWW Bismarck kein „Dreier“, dürfte bei den Hüllenern langsam der Baum brennen...

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