Westfalen: 2. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Vor dem Derby: Gerüchte um finanzielle Probleme bei Erkenschwick

tz
17. August 2006, 17:32 Uhr

Nach dem Derby ist vor dem Derby! Eine Woche nach dem Revier-Duell gegen Westfalia Herne (2:2) wartet auf die Spvgg. Erkenschwick schon die nächste Herausforderung in unmittelbarer Nähe. Die Elf von Trainer Manfred Wölpper gastiert am Sonntag (15 Uhr) am Badeweiher bei Tabellenführer VfB Hüls. Aufsteiger Hammer SV will nach dem überraschenden 0:0 gegen Aufstiegsfavorit Preußen Münster beim FC Eintracht Rheine für eine weitere Sensation sorgen.

Die Amateurmannschaften von Schalke und Bochum stehen nach ihren Auftaktniederlagen bereits unter Druck und müssen
punkten, wollen sie im Aufstiegsrennen nicht gleich zu Beginn schon an Boden verlieren. Die "kleinen Knappen" bekommen es dabei im heimischen Stadion mit dem SV Lippstadt zu tun, während der VfL beim SC Delbrück
ran muss. (alle Spiele Sonntag, 15 Uhr).

Die Fans von Westfalia Herne hoffen nach der desolaten Vorstellung ihrer Mannschaft im Pokal (1:7-Schlappe gegen Borussia Dortmund II) auf Wiedergutmachung. Trainer Frank Schulz setzt auf eine "Trotzreaktion" im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen Arminia Bielefeld II.

"Ich bin schon richtig heiß auf das Derby in Erkenschwick!", macht Christian Reis, Stürmer des VfB Hüls, klar. Der Neuzugang von Verbandsligist DSC Wanne-Eickel hat sich mit zwei Toren im ersten Spiel bei Oestrich-Iserlohn prächtig eingeführt. "In der Vorbereitung habe ich nur ein einziges Tor geschossen. Deshalb war ich selbst ein wenig überrascht, aber ich hätte nichts dagegen, wenn es so weiter geht", grinst der 23-Jährige. VfB-Trainer Ingo Anderbrügge sieht die Situation nüchtern. "Das 3:0 kam auch für mich unerwartet. Wir haben eine völlig umformierte Mannschaft, das darf man nicht vergessen. Mein Ziel bleibt: So schnell wie möglich die 40-Punkte-Grenze knacken.
Dann sehen wir weiter."

Der Gegner aus Erkenschwick hat indes andere Sorgen. Neben Gerüchten um die mangelnde Zahlungsfähigkeit des Vereins, suchen die Verantwortlichen nach einem Ersatz für Torhüter Tobias Dame, der in den Planungen von Manfred
Wölpper keine Rolle mehr spielt. "Wir haben Gespräche mit Marco Schulz vom Wuppertaler SV Borussia geführt. Leider konnten wir uns nicht einigen. Die Vorwürfe, wir hätten finanzielle Probleme, möchte ich nicht kommentieren", äußert sich Michael Pannenbecker, Manager der Spvgg.
Erkenschwick zur aktuelle Situation.

Autor: tz

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