Der VfL Bochum II hat sich nach seinem überragenden dritten Tabellenplatz aus der Vorsaison sicherlich mehr erhofft, als nach neun Partien noch sieglos zu sein.

Der VfL II im Test

Das Potenzial reicht für die Liga

Krystian Wozniak
12. Oktober 2010, 10:07 Uhr

Der VfL Bochum II hat sich nach seinem überragenden dritten Tabellenplatz aus der Vorsaison sicherlich mehr erhofft, als nach neun Partien noch sieglos zu sein.

Zwar verließen in Mirkan Aydin, Marc Rzatkowski, Roman Prokoph (alle eigene 1. Mannschaft) und Jürgen Duah (Preußen Münster) vier Leistungsträger das Team von Nico Michaty, doch trotzdem wurde der VfL II von der Konkurrenz als Geheimfavorit hochgehandelt. Michaty selbst wollte auch trotz des Aderlasses einen einstelligen Tabellenplatz ins Visier nehmen.

Die Realität sieht aktuell anders aus: Neun Spiele, sechs Unentschieden und drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 10:19. Mehr als ein „gefühlter Sieg“ gegen Wuppertal - der VfL II konnte sich trotz 30-minütiger Unterzahl in der 94. Spielminute noch durch einen verwandelten Handelfmeter von Kapitän Oliver Zech über einen Punktgewinn freuen - sprang nicht heraus Das war der einzige Glücksmoment für den VfL-Nachwuchs in neun Saisonspielen.

Die bisherigen Spiele
Leverkusen II - VfL II 0:0
VfL II - FC Homburg 0:0
Elversberg - VfL II 3:0
Köln II - VfL II 3:0
VfL II - Gladbach II 4:4
VfL II - Verl 1:1
Lautern II - VfL II 4:1
VfL II - WSV 2:2
Münster - VfL II 2:2

Stärken
Bislang hat man beim einzigen sieglosen Team der Regionalliga West-Staffel noch keine echte Stärke ausmachen können. Die Bochumer sind gemeinsam mit Türkiyemspor Berlin und der Spvg. Weiden die drei sieglosen Teams der drei Regionalligen. Was beim Team von Michaty herauszuheben wäre, ist, dass sich die Blau-Weißen sicherlich noch nicht aufgegeben haben. Denn in den Partien gegen Wuppertal und Münster zeigten sie vor allem eines: Leidenschaftlichen Kampf! Bei einer Mannschaft die in der Krise steckt, ist dies nicht selbstverständlich.

Schwächen
Die ‚Zwote‘ von der Castroper Straße musste schon 19 Gegentore einstecken, nur Wiedenbrück steht mit 20 Gegentreffern noch schlechter da. Michaty probierte in Andreas Luthe, Michael Esser und Markus Scholz schon drei Torhüter aus und trotzdem konnte man nur an den ersten beiden Spieltagen zu Null spielen. Im Angriff fehlt die Durchschlagskraft und wenn man schon vor dem gegnerischen Gehäuse steht, dann ist ein Mann mit Vollstreckerqualitäten à la Mirkan Aydin Mangelware.

Prognose
Das Potential für die Regionalliga ist eindeutig vorhanden. Wenn der VfL II seinen ersten Sieg einfährt, dann wird es auch rundlaufen. In der West-Staffel spielen schlechtere Mannschaften als die Michaty-Elf. Der VfL wird am Ende der Spielzeit zwischen Platz neun und zwölf landen.

Autor: Krystian Wozniak

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