Kritische Bestandsaufnahme! Die steht für die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf am Samstag im Georg Melches-Stadion an. Ab 15.30 Uhr stellt sich Champions League-Teilnehmer Bayer Leverkusen an der Hafenstraße vor, kein schlechter Meilenstein vor dem Rückrundenauftakt eine Woche später bei den Erzgebirglern in Aue (Samstag, 22.Januar, 13 Uhr).

RWE will den Bayer-Auftritt - Blick auf Sahin

14. Januar 2005, 12:49 Uhr

Kritische Bestandsaufnahme! Die steht für die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf am Samstag im Georg Melches-Stadion an. Ab 15.30 Uhr stellt sich Champions League-Teilnehmer Bayer Leverkusen an der Hafenstraße vor, kein schlechter Meilenstein vor dem Rückrundenauftakt eine Woche später bei den Erzgebirglern in Aue (Samstag, 22.Januar, 13 Uhr).

Kritische Bestandsaufnahme! Die steht für die Truppe von RWE-Coach Jürgen Gelsdorf am Samstag im Georg Melches-Stadion an. Ab 15.30 Uhr stellt sich Champions League-Teilnehmer Bayer Leverkusen an der Hafenstraße vor, kein schlechter Meilenstein vor dem Rückrundenauftakt eine Woche später bei den Erzgebirglern in Aue (Samstag, 22.Januar, 13 Uhr).

Auflaufen soll Samstag auch Jesus Brahaman Sinisterra Arias, wenn nicht plötzlich der Gedanke beim Akteur und Berater Thomas Vogel dazwischen kommt, vielleicht woanders ihr Glück zu versuchen. "Wir wollen gegen Bayer sehen, wie fit Jesus wirklich ist", formuliert Frank Kontny, Essens Sportlicher Leiter. Professor Dr. Markus Buchberger, in Essen zusammen mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Nico Schäfer verantwortlich für Verhandlungen: "Der Akteur ist mit der getroffenen Regelung so einverstanden."

Klar ist, durch die letzten sechs inaktiven Monate des Linksfuß-Kolumbianers in seinem Heimatland sind natürlich physische Defizite einfach nicht vermeidbar. Der 29-Jährige stieg bekanntlich mit Bielefeld ab und wieder auf (1 Bundesliga-, 19 Zweitligamatches), danach scheiterte ein weiteres Anheuern des zweifachen Nationalspielers auf der Alm oder auch beim MSV Duisburg, so dass seine Aufenthaltsgenehmigung hinfällig war. Kontny: "Es gibt natürlich noch andere Clubs, die ihr Interesse an Jesus kund tun."

Beim Trainingslager-Probelauf gegen den spanischen Drittligisten Ontinyent CF schaute sich zum Beispiel Jürgen Klopp, Trainer des ebenfalls im Oliva Nova Golf Ressort logierenden Bundesligisten FSV Mainz 05, den Südamerikaner genau an. Kontny: "Jesus ist natürlich der Meinung, ihm geht Zeit verloren." RWE ist der Überzeugung, ganz genau beim Ex-Akteur des FC Banfield Buenos Aires, Atlético San Lorenzo de Almargo und Millionarios Bogota hinschauen zu müssen. Keine falsche Ansicht! Im Trainingslager präsentierte sich "Heiland" noch mit dem Rucksack einer 20-stündigen Flug-Anreise sowie dem "Time-Lag". Buchberger: "Jetzt kann er sich voll einbringen. Je besser er bei Testmatches drauf ist, desto vorteilhafter ist auch seine Verhandlungsposition." Übersetzt: Wer Geld "verdient", soll es auch bekommen.

Kontny sieht es absolut pragmatisch: "Wir tun anderen Vereinen doch einen Gefallen, wenn Jesus gegen Bayer 90 Minuten aufläuft, jeder kann ihn anschauen." RWE müsste - sollte sich das Interesse konkretisieren - dann nur schneller sein. Die Geschäftstelle mit dem Schäfer-Schreibtisch und den Vertragsvordrucken ist bekanntlich Teil der Haupttribüne. Buchberger ist am Samstag selbst nicht vor Ort, alles kann aber vorbereitet bereit liegen. Außerdem betont Buchberger: "Auf unserem Zettel stehen weitere Optionen." Unter dem Buchstaben "S" bekanntlich der Leverkusener Kenan Sahin (20, sechs Bundesligaspiele), der sich zufällig mit Bayer vorstellen wird. Eine Konterstürmerstelle ist bekanntlich noch ausgeschrieben. Buchberger: "Kenan ist nicht vom Tisch, natürlich könnte man sich ihn ansehen."

Den Konjunktiv kann man getrost vergessen, Coach Jürgen Gelsdorf wird genau wie bei Sinisterra genau hinschauen. In der Hinrunde entschied sich RWE für Francis Kioyo. Buchberger: "Durchgefallen ist Kenan damals auf keinen Fall." Dementsprechend - Buchberger: "Wenn er Samstag auffällt und überzeugt..." Das Fazit des Juristen: "Warten wir ab, was realisierbar ist." Dienstag trudelte RWE wieder aus der spanischen Sonne im Revier ein, der Mittwoch war komplett frei, am heutigen Donnerstag wird zweimal trainiert.

Autor:

Kommentieren