Zweitligist Karlsruher SC hat sich bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer für eine interne Lösung entschieden. Der bisherige Assistenztrainer Edmund Becker wird Nachfolger von

KSC befördert "Assi" Becker zum Cheftrainer

13. Januar 2005, 13:46 Uhr

Zweitligist Karlsruher SC hat sich bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer für eine interne Lösung entschieden. Der bisherige Assistenztrainer Edmund Becker wird Nachfolger von "Sieben-Tage-Trainer" Reinhold Fanz.

Nach der Demission von "Sieben-Tage-Trainer" Reinhold Fanz hat sich der Karlsruher SC im Abstiegskampf der 2. Bundesliga in der Trainerfrage für eine interne Lösung entschieden. Ab sofort übernimmt trotz anfänglichem Zögern der bisherige Assistenztrainer Edmund Becker als neuer Chefcoach das Ruder und soll den Tabellenvorletzten vor dem Abstieg in die Regionalliga retten. Becker unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich im Fall des Klassenerhalts automatisch um ein Jahr verlängert.

94 Bundesligaspiele im KSC-Trikot

Der 48-Jährige, der zwischen 1980 und 1985 insgesamt 94 Bundesligaspiele für den KSC bestritt und dabei neun Tore erzielte, wird Nachfolger von Reinhold Fanz. Fanz, der Lorenz-Günther Köstner beerbt hatte. Fanz war in der vergangenen Woche nach nur sieben Tagen im Amt auf Druck des Karlsruher Hauptsponsors (EnBW) entlassen worden.

Die EnBW, die mittelfristig den Wiederaufstieg der Badener in die Bundesliga anpeilt, hatte eine Lösung mit dem früheren KSC-Trainer Winfried Schäfer in leitender Position angestrebt. Zuletzt galt der im Dezember bei Ligakonkurrent 1860 München entlassene Rudi Bommer als Favorit auf den Trainerposten.

"Er kennt die Mannschaft und benötigt keinerlei Einarbeitungszeit"

"Wir freuen uns sehr darüber, dass sich Edmund Becker bereit erklärt hat, die Aufgabe nun doch zu übernehmen. Er kennt die Mannschaft, das Umfeld und benötigt keinerlei Einarbeitungszeit. Wie die Mannschaft im Trainingslager unter seiner Leitung gearbeitet hat, war sensationell", erklärte KSC-Manager Rolf Dohmen, der Anfang der 80er Jahre an der Seite von Becker gespielt hat.

Noch am Mittwoch hatte Becker erklärt, dass er im Anschluss an das Trainingslager im türkischen Belek wieder ins zweite Glied rücken wolle. Seine Meinungsänderung begründete Becker mit den Eindrücken, die er in der Türkei gesammelt hat. "Das Engagement und der Einsatzwille der Mannschaft haben dazu geführt, dass ich diese Entscheidung getroffen habe", sagte Becker. Auch Dohmen hatte nicht mit der Zusage Beckers gerechnet und wollte erst nach dem Abschluss der Verhandlungen mit den Kandidaten am Wochenende den neuen Coach präsentieren.

Glücklich über die Zusage Beckers zeigte sich KSC-Präsident Hubert H. Raase. "Schon bei der ersten Trainerfindung war Edmund Becker unser Favorit. Er hat damals aus für uns nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Umso mehr freut uns seine Entscheidung in der jetzigen Situation", meinte der Klubchef.

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