Seit Samstag, ist RWO 100 Jahre alt. Neben der überall präsenten Wett-Affäre kam aber auch die Würdigung des Kleeblatt-Wiegenfestes nicht zu kurz. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde in fünf Ansprachen die Geschichte des Revier-Clubs aufgearbeitet.

RWO: Stehende Ovationen für Professor Scherer

21. Dezember 2004, 10:27 Uhr

Seit Samstag, ist RWO 100 Jahre alt. Neben der überall präsenten Wett-Affäre kam aber auch die Würdigung des Kleeblatt-Wiegenfestes nicht zu kurz. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde in fünf Ansprachen die Geschichte des Revier-Clubs aufgearbeitet.

Seit gestern, Samstag, ist RWO 100 Jahre alt. Neben der überall präsenten Wett-Affäre kam aber auch die Würdigung des Kleeblatt-Wiegenfestes nicht zu kurz. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde in fünf Ansprachen die Geschichte des Revier-Clubs aufgearbeitet.

Immer wieder mit Lob bedacht wurde bei dieser Gelegenheit der erste Vorsitzende Hermann Schulz, der in seiner kurzen Ansprache erklärte, "für mich ist das eine besondere Ehre, als Vorstands-Vorsitzender hier oben stehen zu dürfen. Ich hoffe, RWO behält auch in Zukunft seinen Charakter, bei Erfolg nicht abzuheben und in schweren Zeiten nicht unterzugehen. Ein besonderer Dank geht auch an die ehrenamtlichen Helfer, für die RWO eine Familie geworden ist. Ohne sie gäbe es den Verein heute gar nicht mehr."

Mut sprach den Oberhausenern auf der Feier DFL-Funktionär Wilfried Straub zu. "Platz 16 sollte euch nicht erschrecken. Es sind noch 51 Punkte zu vergeben, alles ist noch machbar." Straub zum Jubiläum: "Ich bin gerne gekommen, RWO schaut auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Ich freue mich, Glückwünsche überbringen zu können und mit dem Verein zu feiern." Als Präsent überreichte Straub ein Bild der Oberhausener Glücksgans Lucy, das als Talismann für die Rückrunde gelten soll.

Einen Seitenhieb gab es in der Rede von Oberhausens OB Klaus Wehling in Richtung Borussia Dortmund. "Der BVB hat die Zahl 100 im Gegensatz zu uns bereits in anderen Bereichen überschritten." Wehling zeichnete sich zudem durch zwei Pfiffe aus, mit denen er die ersten "100" abpfiff und die nächste Epoche einläutete. Als Geschenk hatte er einen Teller in Form der Meisterschale dabei: "Ich hoffe, wir können Mal die echte Schale hochhalten."

Die längste Redezeit hatte Professor Georg Scherer, Vorsitzender des Ehrenrates, der auch zum 75-jährigen Geburtstag bereits eine Fest-Ansprache zum Besten gab. 35 Minuten lang arbeitete er unterstützt von einer Dia-Show auf zwei großen Leinwänden die Vergangenheit des Vereins auf. Der Lohn: Stehende Ovationen, besonders von Boss Schulz. Unter lautem Beifall schloss Scherer mit den Worten: "Aber eins, aber eins das bleibt bestehen, der SC Rot-Weiß wird nie untergehen."

Je später der Abend, desto befreiter feierten die Gäste in der ausverkauften Luise-Albertz-Halle. Für prächtige Stimmung sorgten Schlager-Lady Kristina Bach, Pop-Sängerin Lutricia McNeal, Comedien Jörg Knörr und die Cover-Gruppe Band 8. Zudem wurde die Aufstiegs-Mannschaft von 1969 auf der Bühne gebührend gefeiert. Für das optische Highlight sorgte der auf Krücken angewiesene RWO-Stürmer Peter Bajzat, der mit einem grellen Hemd und dunklem Satin-Anzug auflief.

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