17 Punkte fehlen Schalke auf Mainz 05, 13 Genclerbirligi Resse auf den FC Gladbeck. Aber dort hat man nicht die Ansprüche heruntergeschraubt, sondern gehandelt.

GE: Kreisliga kompakt

Alpugan von den Standard-Hünen abgesägt

04. Oktober 2010, 20:17 Uhr

17 Punkte fehlen Schalke auf Mainz 05, 13 Genclerbirligi Resse auf den FC Gladbeck. Aber dort hat man nicht die Ansprüche heruntergeschraubt, sondern gehandelt.

Kreisliga A 1

Sie bleiben sich erschreckend treu: Der FC Gladbeck lässt einfach nichts anbrennen und siegt im achten Spiel zum achten Mal. Genclerbirligi Resse sah bei der 2:4-Pleite in Brauck gar nicht mal so alt aus, trotzdem schmissen Ünal Alpugan und Peter Buchwald nach dem Spiel die Brocken hin – oder so ähnlich: „Die Trennung erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen. Es tut mir für die beiden leid, ich habe das nicht gern gemacht, aber Ergebnisse stimmten einfach nicht. Jetzt ist die Mannschaft in der Pflicht“, erklärte der Vorsitzende Recep Kalafat, der nun selbst das Training übernehmen wird, den Schlussstrich. Aufgrund einer Sperre gegen den Vorsitzenden selbst wird offiziell Murat Ipcioglu die Verantwortung übernehmen.
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Der hochgerüstete Vorjahresvierte wirft in Sachen Aufstieg die Flinte übrigens noch nicht ins Korn – trotz eines 13-Punkte-Rückstands auf den FC. „Das können wir noch aufholen, denn so gut sind die nicht! Die schießen ihre Tore doch nur nach Standards. Kein Wunder, die Spieler sind ja alle um die 1,90. Vom spielerischen Potenzial sind wir besser als der FC Gladbeck“, gibt sich der Genclerbirligi-Boss optimistisch – um nicht zu sagen tendenziell "größenwahnsinnig".

Zumindest über die Partie in Scholven sollte man aber noch ein Wort verlieren: Ein „Riesen-Spiel“ attestierte Karl Englich seinen „Veilchen“, die Hansa im Verfolgerduell mit 5:1 abfertigten. In der Form scheint Erle 19 als einziger ernsthafter Meisterschaftsanwärter neben dem FC Gladbeck infrage zu kommen. Notiz am Rande: Nur dem Schlusslicht VfL Grafenwald (0:6 bei Eintracht Erle) blieb am Sonntag ein Treffer verwehrt.

Kreisliga A 2

Der SSV/FCA Rotthausen spaziert weiter durch die Liga. Mann des Tages beim 7:1-Erfolg in Sutum war Patrick Willam, der die Preußen quasi im Alleingang wegknipste. Auch für das SSV-Urgestein selbst war die eigene Leistung am Sonntag „etwas besonderes“ - kein Wunder: Einen lupenreinen Hattrick innerhalb von acht Minuten muss man ersteinmal hinbekommen. Richtig platzen wollte der Knoten nicht nur beim 29-Jährigen, der insgesamt vier Mal traf, aber erst in Hälfte zwei. Der Angreifer ist nebenbei Assistent von Spielertrainer Mark Greine – und genau so klingt auch seine Einschätzung der Situation: „Wir wollen in die Bezirksliga, müssen aber in jedem Spiel alles abrufen. Zwar haben wir jetzt gegen die meisten Brocken schon gespielt, aber Hessler bleibt hartnäckig, wir dürfen uns also nicht ausruhen.“

Auch nicht gegen Westfalia Gelsenkirchen (Willam: „Eine sehr junge Mannschaft, die wir schwer einschätzen können. Laufen können die bestimmt alle.“). Die 04er werden sicher versuchen, den bisher Unantastbaren ein Bein zu stellen. Und in Hessler wird man ihnen dabei die Daumen drücken, denn alles andere als ein eigener Dreier gegen RWW Bismarck wäre eine Blamage.

Im zweiten Spiel unter Thomas Adamzik, der selbst den Ausgleichstreffer beim 1:1 bei DJK/TuS Rotthausen besorgte, verpasste es ETuS Bismarck, erneut dreifach bei einem direkten Konkurrenten zu punkten. Die „Eisenbahner“ müssen sich auf eine harte Aufholjagd einstellen. In dieser Hinsicht ist die SG Eintracht schon wesentlich weiter, sie entschied das Verfolgerduell bei Westfalia 04 mit 2:1 für sich. Blau-Weiß Gelsenkirchen führt nach dem glatten 7:0 bei Wacker Bismarck jedoch die „Best-Of-The-Rest“-Gruppe wieder an.

[b]Auf Seite 2: Das Wochenende in den B-Kreisligen[/b]

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