Duisburg überwintert an der Spitze

12. Dezember 2004, 22:45 Uhr

Der MSV Duisburg eroberte am Sonntagabend durch einen Sieg gegen den 1. FC Köln die Tabellenspitze und sicherte sich den Titel des Herbstmeisters. Unterhaching siegte derweil im Kellerduell gegen Rot-Weiss Essen.

Der MSV Duisburg hat sich am abschließenden Hinrunden-Spieltag in der 2. Bundesliga die Herbstmeisterschaft gesichert. Die "Zebras" besiegten im Spitzenspiel den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) und schoben sich mit 36 Punkten noch vor den bisherigen Tabellenersten (34). Das Tor des Tages erzielte Abdelaziz Ahanfouf mit seinem neunten Saisontor per Foulelfmeter in der 74. Minute. Andrew Sinkala hatte den Ex-Kölner Markus Kurth zu Fall gebracht. Die Gastgeber feierten in ihrem neunten Heimspiel den achten Sieg, während die Gäste nach zehn Begegnungen ohne Niederlage den Platz erstmals als Verlierer verließen.

Auf dem dritten Aufstiegsplatz geht die SpVgg Greuther Fürth in die Rückrunde. Die Elf von Trainer Benno Möhlmann kam bereits am Freitag zu einem 3:2 (1:1)-Erfolg im Verfolgerduell gegen UEFA-Cup-Teilnehmer Alemannia Aachen, der als Vierter überwintert.

Unterhaching feiert 4:0-Erfolg gegen Essen

Im Tabellenkeller hat die SpVgg Unterhaching dank des überragenden Francisco Copado Rot-Weiss Essen mit 4:0 (3:0) bezwungen und lässt den Aufsteiger damit auf letzten Tabellenplatz überwintern. Die Elf von Trainer Andreas Brehme kletterte dagegen durch den verdienten Erfolg von einem Abstiegsrang bis auf den 12. Tabellenplatz und ließ die Diskussionen um ihren Coach damit vorerst. Copado allein traf dreimal (2., 10., 51.) gegen die desolaten Gäste, Silvio Adzic (17.) steuerte den vierten Treffer bei.

Absteiger 1860 München steckt auch nach der Entlassung von Trainer Rudi Bommer im Mittelfeld fest. Im zweiten Spiel unter Interimscoach Reiner Maurer unterlagen die "Löwen" durch einen Seitfallzieher von Cyrille Bella (24.) mit 0:1 (0:1) bei LR Ahlen und überwintern mit zehn Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.

Trier schlägt Saarbrücken

Luft nach unten hat sich am Sonntag Eintracht Trier durch den 2:1 (2:0)-Erfolg über den 1. FC Saarbrücken verschafft. Dagegen bleibt die Situation für Dynamo Dresden, Rot-Weiß Oberhausen und den 17. Karlsruher SC im Abstiegskampf weiter kritisch. Dresden kam im ostdeutschen Traditionsduell bei Rot-Weiß Erfurt über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus, verzeichnete nach zuvor acht Auswärtsniederlagen aber den ersten Punktgewinn in der Fremde. Klemen Lavric (66.) brachte Dynamo in Führung, die Pavel David (85.) noch ausglich.

Dresden bleibt als 15. auf einem Abstiegsplatz, ebenso wie RWO, das durch das Eigentor von Anthony Tieku (8.) und einen Foulelfmeter von Sven Günther (57.) mit 0:2 (0:1) bei Erzgebirge Aue unterlag. Das Team aus dem Erzgebirge verschaffte sich durch den "Dreier" weiter Luft und geht als Tabellen-Siebter in die Weihnachtsferien.

Einen Punkt mehr hat Aufsteiger Saarbrücken, der seine zarten Träume von der Rückkehr ins Oberhaus nach der Niederlage in Trier aber wohl aufgeben muss. Bei einem Erfolg wären die Saarländer bis auf sechs Punkte an Platz drei herangekommen. Doch der Treffer von Matthias Hagner (75.) reichte bei den Gegentoren von Catalin Racanel (19.) und David Siradze (33.) nicht zum Erfolg.

Eintracht Frankfurt hatte am Freitag ein enttäuschendes Jahr mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg bei Wacker Burghausen abgeschlossen und geht als Fünfter mit schon acht Zählern Rückstand auf Fürth in die Pause. Unterdessen hat Ex-Bundesligist Energie Cottbus durch ein 4:1 (2:1) über den Karlsruher SC den letzten Platz wieder abgegeben und damit den ersten Sieg unter Interimscoach Petrick Sander eingefahren. Sander wurde daraufhin offiziell zum Chef-Coach befördert.

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