Dritter gegen Fünfter – es war ein echtes Spitzensspiel auf

Erndtebrück - ASC 2:2

Absage an "Aristokraten-Training"

04. Oktober 2010, 09:26 Uhr

Dritter gegen Fünfter – es war ein echtes Spitzensspiel auf "Gehobenem Westfalenliga-Niveau“, das am Sonntag in der Erndtebrücker Pulverwaldkampfbahn stieg.

Dieses Prädikat attestierte ASC-Coach Mark Elbracht aber nicht nur dem Duell seiner Dortmunder bei dem Aufstiegsanwärter aus dem Wittgensteiner Land, sondern vor allem seiner eigenen Truppe: „Wenn ich sehe, was Sebastian Geppert für eine überragende Einzelleistung beim 1:0 hingelegt hat, wo er drei Leute vernascht, einen tunnelt und dann mit dem rechten Außenrist ins Tor trifft; da muss ich sagen: Das ist wohl das Selbstbewusstsein, das wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben.“
[infobox-right]Erndtebrück: Bäcker - Sinaba, Schneider, Waldrich, Markow - Müller, Hinkel (87. Dreisbach), Nachilo, Bellinghausen (75. Maser) - Jung, Wadolowski (69. Klöckner).
Dortmund: Broda - Bahr (65. Lorenz), Hense, Steindor, Schweers - Enke, Halim (80. Sprenger), Sievers (79. Moreira), Mihaijlovic, Geppert - Diaz.
Schiedsrichter: Rene Gimmler (Salzkotten).
Tore: 0:1 Geppert (10.), 1:1 Nachilo (15.), 2:1 Nachilo (60:) 2:2 Enke (83.)
Zuschauer: 170.[/infobox]
Und Ergebnis des verschärften Konkurrenzkampfs. „In unserem Kader sind viele gut miteinander befreundet. Da war das Training manchmal schon eher so ein 'Aristokratentraining', aber zur Zeit geht es etwas mehr zur Sache. Ich habe ein Qualitätsproblem, aber das soll mir recht sein“, lacht der 37-Jährige.

Nach der Führung kamen die Hausherren jedoch noch einmal zurück. „Das ist ja auch eine sehr geschlossene Mannschaft“, zog Elbracht den Hut vor Erndtebrück, um aber gleich wieder auf seine 09er zu sprechen zu kommen: „Ich habe meinen Jungs in der Kabine gesagt, ‚Mensch, das macht doch Bock hier, zu sehen, das wir hier mithalten können.‘ Wir sind zwar fast am Limit, aber bisschen Luft ist noch nach oben.“

Will meinen: Das obere Drittel ist die Region, wo sich der ASC dann doch ganz wohl fühlt. Miguel Moreira zeigte in der 83. Minute, wo er sich wohl fühlt: im Strafraum. „Beim 2:2 hat er sich in typischer Manier weggestohlen, seinen abgeblockten Schuss brauchte Alex Enke nur noch abzustauben“, freute sich Elbracht zum Schluss über einen "etwas glücklichen Punkt, wenn man das ohne die ASC-Brille sieht."

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