Die letzten 180 Zweitliga-Minuten vor der Winterpause bescheren dem MSV Duisburg zwei knifflige Aufgaben. Am Freitag Abend (19 Uhr) geht es zum abstiegsbedrohten Karlsruher SC, danach folgt das Kracher-Spiel gegen Spitzenreiter 1. FC Köln.

MSV - Meier verspürt keinen Substanz-Verlust

03. Dezember 2004, 10:41 Uhr

Die letzten 180 Zweitliga-Minuten vor der Winterpause bescheren dem MSV Duisburg zwei knifflige Aufgaben. Am Freitag Abend (19 Uhr) geht es zum abstiegsbedrohten Karlsruher SC, danach folgt das Kracher-Spiel gegen Spitzenreiter 1. FC Köln.

Die letzten 180 Zweitliga-Minuten vor der Winterpause bescheren dem MSV Duisburg zwei knifflige Aufgaben. Am Freitag Abend (19 Uhr) geht es zum abstiegsbedrohten Karlsruher SC, danach folgt das Kracher-Spiel gegen Spitzenreiter 1. FC Köln.

Der ehemalige Bundesliga-Profi gibt die Zielsetzung für das Duell im Wildpark aus. "Wir wollen uns die Punkte, die beim 1:1 gegen Frankfurt verloren wurden, zurückholen. Das Selbstbewusstsein meiner Mannschaft hat nicht gelitten."

Die seit acht Spielen ungeschlagenen Zebras gingen mit der zuletzt gezeigten Leistung selbstkritisch um. "Wir sind nicht die Typen, die sich zurücklehnen und sagen: Alles ganz fantastisch. Wenn etwas schief läuft, dann stehen wir dazu. Mehr Offensive als gegen Frankfurt konnten wir allerdings gar nicht bringen", stellt Trainer Meier fest und filtert das Negative heraus: "Wir müssen auf dem Platz einfach präsenter sein und können nicht nur lange Bälle auf unsere Stürmer spielen." Die Hauptstärken entfalten Kopfball-Spezialist Markus Kurth und der technisch überragende Abdelaziz Ahanfouf in und am Strafraum, doch von solchen Szenen war im zweiten Abschnitt gegen die Eintracht nichts mehr zu sehen.

Dafür schlug es spät im eigenen Kasten ein, für Diskussions-Stoff war durch die Umstellung (Wehlage raus, Meyer von der linken auf die rechte Seite, Hirsch neu als Verteidiger rein) in der Defensive gesorgt. Norbert Meier schlüsselt auf: "Holger Wehlage ist schon in der Halbzeit gegen Frankfurt behandelt worden. Wenn mir ein Spieler dann sagt, dass er raus will, bin ich als Trainer in der Verpflichtung. Bei Holger waren die Leisten zu, er fühlte sich nicht mehr sicher, deswegen musste ich reagieren." Der eigentlich für den Mittelfeld-Part eingeplante Didi Hirsch rückte in die linke Abwehrkette, Alex Meyer wechselte die Seiten. Der Coach: "Er war schon über 80 Minuten im Spiel, für ihn war das kein Problem. Wir haben schließlich das Tor kassiert, weil der Ball zuvor nicht weggeschlagen wurde. So etwas kann immer passieren." Norbert Meier zeigt das andere Szenario auf: "Wenn ich Wehlage drin gelassen hätte und ihm der Ball durchgerutscht wäre, hätten alle gesagt: Warum reagiert der Trainer da nicht?"

Für Verantwortliche, Trainer-Stab und Spieler ging die Welt nach der Punkteteilung nicht unter. Meier: "Wir hatten im Saisonverlauf schon knappe Spiele, wie etwa das 1:0 gegen Aachen, dabei. Irgendwann musste das Mal sein, dass man zuhause eine Partie nicht gewinnt."

Was die Kraft-Reserven anbelangt, macht sich der Fußball-Lehrer keine Sorgen. "Die Mannschaft ist griffig", sagt Norbert Meier, "ich stelle keinen Substanz-Verlust fest, alle hängen sich voll rein. Man darf allerdings nicht vergessen, dass Spieler wie Aziz Ahanfouf im letzten Sommer keinen Urlaub hatten." Was allerdings nicht auf eine Pause hindeutet. Der Trainer: "Aziz spielt Freitag trotzdem wieder."

Karlsruhe: Fischer - Kies, Stoll, Eggimann, Dick - Hassa (Mladenov), Kritzer, Männer - Saenko, Freis, Dundee.
Duisburg: Koch - Wolters, Drsek, Baelum, Meyer - Wehlage, Lottner, Voss, Bugera - Kurth, Ahanfouf.
Schiedsrichter: Dominik Marks (29 Jahre, Bankkaufmann aus Berlin).

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