Während der MSV Duisburg heute seine Aufstiegshoffnungen durch einen Sieg beim Karlsruher SC manifestieren will, geht es für Schlusslicht RW Essen schon ums nackte Überleben in der 2. Bundesliga.

Aufstiegskandidat Duisburg will beim KSC vorlegen

03. Dezember 2004, 08:31 Uhr

Während der MSV Duisburg heute seine Aufstiegshoffnungen durch einen Sieg beim Karlsruher SC manifestieren will, geht es für Schlusslicht RW Essen schon ums nackte Überleben in der 2. Bundesliga.

Als Tabellendritter der 2. Bundesliga spürt der MSV Duisburg den kalten Hauch von Verfolger Alemannia Aachen im Nacken. Ein Erfolg der "Zebras" beim Karlsruher SC würde den Abstand zu den Karlstädtern bei mindestens zwei Punkten halten. MSV-Trainer Norbert Meier kann bis auf den gelbgesperrten Ivica Grlic auf seine Stammelf zurückgreifen, dürfte aber über die aktuelle Abschlussschwäche seiner Schützlinge besorgt sein. In den letzten fünf Spielen schlug es gerade viermal im Gehäuse des Gegners ein, wobei Sturmführer Abdelaziz Ahanfouf für keinen einzigen dieser Treffer verantwortlich zeichnete.

KSC-Coach Lorenz Köstner setzt seinerseits auf Newcomer Sebastian Freis, der als 19-Jähriger schon fünf Saisontore auf seinem Konto hat. Gemeinsam mit "Tor-Krokodil" Sean Dundee soll der Youngster dafür sorgen, dass der KSC nicht in akuter Abstiegsgefahr überwintert. Ein einziger Punkt trennt den ehemaligen Bundesligisten, der letzte Woche beim 2:4 in Erfurt mächtig Prügel bezog, von einem Abstiegsplatz.

Gelsdorf mit Verletzungssorgen

Für RW Essen geht es im Heimduell gegen LR Ahlen schon um alles oder nichts. Der Tabellenletzte, in der Fremde noch ohne Sieg, müsste zumindest eine kleine Heimserie starten, um die "rote Laterne" auf Dauer abgeben zu können. Bevor Trainer Jürgen Gelsdorf in der Winterpause auf Einkaufstour gehen darf, muss er aber noch mit seinem aktuellen Kader drei Punkte gegen die launischen Ahlener einfahren. Dabei fehlen ihm mit Erwin Koen, Ali Bilgin, Francis Kioyo, Sidney und Peter Foldgast gleich fünf vermeintliche Stammkräfte. Die Hoffnungen auf RWE-Tore ruhen nun auf dem Sturm-Duo Sebastian Schoof und Daniel Teixeira.

Die Gäste aus Ostwestfalen stehen nach der bitteren 0:1-Heimpleite gegen RW Oberhausen wieder unter Zugzwang. Trotz klingender Namen wie Bella, Bamba und N´diaye gilt die Offensivabteilung der Ahlener nicht gerade als Prunkstück. Nur Erfurt und Cottbus haben weniger Tore erzielt als LR mit 15; auswärts reichte es bei sieben Spielen sogar erst zu mageren vier Treffern. Dennoch ist für Trainer Ingo Peter und seine Mannschaft mindestens ein Punkt Pflicht, um nicht nach untern durchgereicht zu werden.

Duell der Überraschungsteams

Die Begegnung zwischen dem 1.FC Saarbrücken und Erzgebirge Aue klingt zunächst wie ein Kellerduell. Weit gefehlt- beide mischen in der oberen Tabellenhälfte mit. Aber nur der Sieger kann sich dort dauerhaft einnisten. Horst Ehrmantrauts Multikulti-Truppe ist auch gegen Aue auf die Kreativität von Spielmacher Faysal El Idrissi und den Torhunger eines Henrich Bencik angewiesen.

Die Gäste müssen bei ihrem Gastspiel im Saarland auf die beiden Abwehrrecken Jörg Emmerich und Holger Hasse verzichten. Weiter vorne wird Dino Toppmöller wahrscheinlich wieder von Beginn an auflaufen, obwohl die Sturmabteilung nach dem 4:1-Kantersieg gegen Dynamo Dresden nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Trainer Gerd Schädlich, dessen Mannschaft derzeit die Fahne des Ostens im deutschen Profifußball hochhält, wäre angesichts der Ausfälle auch mit einem Remis zufrieden.

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